Afrika-Cup Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland wirklich mitmischt
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt; das nächste Turnier ist für 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wettende, die sich für Afrika-Cup-Wetten interessieren, erfahren hier, wie zehn lizenzierte Buchmacher ihre Wettangebote für das Turnier gestalten, was Quoten und Wettsteuer kosten und unter welchen Bedingungen Bonusaktionen angeboten werden – ohne Sieger zu versprechen.

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Spielplan und Wettbewerbsformat: Wann Afrika-Cup-Wetten überhaupt möglich sind
Vom verschobenen Turnier zum Vier-Jahres-Rhythmus
Der Afrika-Cup 2025 fand nicht im Sommer statt, sondern über den Jahreswechsel 2025/26. Grund war ein Terminkonflikt mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025, der den afrikanischen Verband CAF zwang, das Turnier in den Winter zu verlegen. Vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 spielten 24 Mannschaften in Marokko um den Titel. Im Finale gewann Senegal am 18. Januar 2026 mit 1:0 nach Verlängerung gegen den Gastgeber. Zwei Monate später wertete die CAF die Partie nachträglich mit 3:0 für Marokko, weil die senegalesische Mannschaft nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz kurzzeitig verlassen hatte. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für Wettanbieter bedeutet das: Das Ergebnis eines Turniers ist auch nach dem Schlusspfiff nicht in Stein gemeißelt, solange Sportverbände Disziplinarverfahren laufen haben.

Ab 2028 soll der Afrika-Cup nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden, statt wie bisher im Zwei-Jahres-Rhythmus. Bis einschließlich 2027 gilt weiter der gewohnte Takt, mit dem nächsten Turnier vom 19. Juni bis 17. Juli 2027. Wer jetzt überlegt, bei welchem Anbieter er eine Langzeitwette auf den Turniersieger 2027 platzieren will, sollte wissen: Bis zur Auslosung der Qualifikationsgruppen und der Endrunde ist das Wettangebot auf den Afrika-Cup bei den meisten Buchmachern noch eingeschränkt. Erst mit konkreten Begegnungen öffnen sich Märkte für Gruppenspiele, K.-o.-Phase und Torschützenkönig.
Sechs Gruppen, vierundzwanzig Mannschaften
Das Format hat sich seit 2019 nicht geändert: Sechs Vierergruppen bestimmen die ersten beiden Plätze sowie die vier besten Gruppendritten, danach beginnt die K.-o.-Runde mit Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Bei Gleichstand nach 90 Minuten folgt Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen. Für Wettende hat das zwei Konsequenzen: Livewetten auf den Afrika-Cup lohnen sich vor allem in der Gruppenphase, wenn mehrere Spiele parallel laufen, und Märkte wie „nächstes Tor“ sind in einer Partie mit klaren Kräfteverhältnissen liquider als in einem engen Viertelfinale.
Rekordsieger des Turniers ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren. Beim Afrika-Cup 2025 wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern Torschützenkönig, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2 durch. Diese Zahlen ordnen das Turnier ein – als Hintergrund für Wettmärkte wie „Torschützenkönig“ oder „topscorer tournament“, nicht als Tipps.
Die zehn Anbieter im Vergleich
AdmiralBet: Solide Whitelist, schmales Bonusangebot
AdmiralBet gehört zu den Anbietern, deren Name im deutschen Sportwetten-Markt länger kursiert als die deutsche Online-Erlaubnis selbst. Auf der GGL-Whitelist ist AdmiralBet mit der Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt. Die erste Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 13. Dezember 2022 erteilt, eine weitere am 29. Juli 2024. Die Whitelist verzeichnet kein Enddatum.
Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet die Whitelist-Eintragung: AdmiralBet darf überhaupt Wetten auf dieses Turnier anbieten. Welche Märkte im Einzelnen zur Verfügung stehen, sobald die Begegnungen feststehen, hängt vom Wettprogramm ab. Wer den Anbieter mit anderen Buchmachern vergleicht, sollte darauf achten, wie früh er Outright-Märkte auf den Turniersieger und die Gruppensieger öffnet. AdmiralBet tritt im deutschen Markt eher als verlässlicher Allrounder auf, der sein Geld nicht mit aggressiven Bonusaktionen, sondern mit Quoten und stabiler Auszahlung verdient. Wer einen Wettanbieter für den Afrika-Cup sucht, der ohne Neukunden-Bonus auskommt, ist hier richtig – vorausgesetzt, das Wettprogramm überzeugt.
ODDSET: Staatliche Lizenz, klassisches Format
ODDSET kommt aus dem staatlichen Lotto-Umfeld und ist mit der ODDSET Sportwetten GmbH als Veranstalterin auf der Whitelist geführt. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis am 15. Dezember 2022, die GGL in Halle führt die Aufsicht. ODDSET spricht vor allem Leser an, die einen Wettanbieter mit deutscher Verwurzelung und ohne überzogene Bonusmechanik suchen. Das Wettprogramm konzentriert sich auf die Hauptmärkte: Spielausgang, Tore, Halbzeit/Endstand. Spezialmärkte auf den Afrika-Cup, etwa „Torschütze nach Eckball“ oder „erster Spieler mit Gelber Karte“, sind hier eher die Ausnahme. Für Einsteiger, die ohne Wettkonfigurator auskommen, ist ODDSET eine ruhige Adresse.
888sport: Internationaler Mutterkonzern, deutsche Erlaubnis
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. Auf der GGL-Whitelist führt die Anbieterin 888 Germany Limited die Seite 888sport, mit erster Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die internationale Konzernstruktur schlägt sich im Wettangebot nieder: 888sport bietet in der Regel ein breiteres Programm an Spezialwetten als rein deutsche Marken. Für Afrika-Cup-Spiele dürften Märkte wie „Handicap asiatisch“, „über/unter Tore“ und „Torschütze zuerst“ verfügbar sein, sobald die Begegnungen feststehen. Wer bei einem Anbieter mit internationaler Erfahrung wetten möchte, ohne die deutsche Whitelist zu verlassen, findet hier ein passendes Profil.
bet-at-home: Österreichische Wurzeln, deutsche Folgeerlaubnis
bet-at-home ist eine Marke der Bet-at-home.com Internet Limited, deren deutsche Sportwetten-Erlaubnis auf den 2. November 2020 zurückgeht. Am 22. Dezember 2022 wurde eine Folgeerlaubnis erteilt. Der Anbieter wirkt im deutschen Markt eher zurückhaltend, was die Zahl der Werbeaktionen angeht, dafür aber beständig im Quotenvergleich. Afrika-Cup-Wetten dürften im Standardprogramm enthalten sein, sobald Spiele anstehen. Leser, die einen Wettanbieter mit klarer Quotendarstellung und ohne ausufernde Bonusbedingungen suchen, treffen mit bet-at-home eine konservative Wahl.
VBet: Junge Erlaubnis, osteuropäischer Hintergrund
VBet tritt in Deutschland mit der SCGO Limited aus St. Julian’s, Malta, auf. Die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. Damit ist VBet der Anbieter im Vergleichsfeld mit der jüngsten Whitelist-Erlaubnis. Die Marke ist in mehreren osteuropäischen Märkten stark und bringt ein entsprechend breites Fußball-Wettprogramm mit. Für Afrika-Cup-Begegnungen bedeutet das in der Regel ein dichtes Angebot an Märkten, von Spielausgang über Tore bis zu Spielerwetten. Allerdings trägt der Anbieter im deutschen Markt ein anderes Profil als Platzhirsche wie Tipico: Wer mit VBet wettet, sollte die deutschen Bestimmungen zu Livewetten, Einzahlungslimit und OASIS-Abgleich im Hinterkopf behalten – sie gelten für jeden lizenzierten Anbieter gleichermaßen.
Betano: Breites Live-Programm, Wettkonfigurator
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, mit erster Erlaubnis vom 19. Februar 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die App des Anbieters wirbt im Apple App Store mit Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Übertragen lässt sich daraus: Betano setzt stark auf In-Play-Märkte und auf die Kombination mehrerer Auswahlen aus einem Spiel. Für Afrika-Cup-Wetten ist das relevant, weil Livewetten auf das Turnier nur eingeschränkt erlaubt sind – erlaubt ist in der Regel die Wette auf das Endergebnis, das nächste Tor oder den nächsten Satz, nicht auf jedes Spielereignis. Was Betano innerhalb dieses Rahmens anbietet, lesen Sie im Wettprogramm des Anbieters.
Sportingbet: Schmaler Kern, solide Quoten
Sportingbet gehört zur Sportingbet (Deutschland) Limited, mit erster Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Der Anbieter wirbt mit einem „Konfigurator+“, mit dem sich Auswahlen aus mehreren Partien kombinieren lassen, sowie mit Live-Wetten. Zum Sportangebot zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Fußball ist abgedeckt, andere Sportarten spielen für dieses Turnier keine Rolle. Der Konfigurator+ erlaubt Kombiwetten über mehrere Spiele hinweg – sinnvoll für die Gruppenphase, wenn parallel drei oder vier Partien laufen. Wer gezielt Kombinationen aus Afrika-Cup-Spielen bauen will, sollte prüfen, ob die Quote den Verlust des Wettsteuer-Vorteils ausgleicht, wenn Sportingbet die Steuer nicht übernimmt.
Tipico: Marktführer im deutschen Werbefernsehen
Tipico ist auf der GGL-Whitelist mit der Tipico Co. Limited vertreten, erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Der Anbieter steht derzeit im Zentrum eines Rechtsstreits, der für die Frage der Rückzahlung von Sportwetten-Einsätzen Bedeutung hat: Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht für in Deutschland nicht erlaubte Wetten entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen – mit Ausnahme, wenn Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht vorübergehend ausgesetzt haben. Für aktive Tipico-Kunden ändert das nichts: Tipico verfügt über eine gültige deutsche Erlaubnis, die genannten Verfahren betreffen die Zeit vor 2020. Wer heute bei Tipico wettet, ist auf der sicheren Seite der Whitelist.
Im Wettprogramm bietet Tipico Cash Out („Tipico Cashout“) und Live-Wetten auch während laufender Spiele. Afrika-Cup-Wetten dürften im Standardangebot enthalten sein, mit Märkten auf Spielausgang, Tore und – soweit nach deutschem Recht zulässig – nächste Tore.
Winamax: Null Prozent Wettsteuer, eigene Studie
Winamax ist der einzige Anbieter im Vergleichsfeld, der mit null Prozent Wettsteuer wirbt. Die Seite verweist im Footer auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Whitelist-Erlaubnis für Winamax wurde am 29. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 8. Dezember 2022. Die Studie wird vom Anbieter selbst in Auftrag gegeben – das nimmt ihr nicht den Wert einer Quotenmessung, ordnet sie aber als Marketing-Studie ein, nicht als unabhängigen Test.
Für Afrika-Cup-Wetten zählt vor allem der Wettsteuer-Vorteil: Wer bei einem Anbieter mit fünf Prozent Steuerlast wettet, bekommt effektiv weniger Quote. Bei Winamax entfällt dieser Abschlag, was den Unterschied zwischen Quote 2,10 und 2,00 in der Wahrnehmung verkleinert. Winamax bietet zudem mit „Winamax TV“ Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, allen Grand-Slam-Turnieren, ATP- und WTA-Turnieren, NBA und NFL. Für Afrika-Cup-Spiele selbst ist das Streaming-Angebot nicht einschlägig – das Turnier wird in der Regel nicht von diesen Rechtehaltern übertragen.
Betway: Wettkonfigurator, Teil-Cash-Out
Betway schließt das Vergleichsfeld ab, mit der Betway Limited als Inhaberin der Seite Betway, erste Erlaubnis am 9. März 2021, Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Im App Store wirbt Betway mit Cash Out über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ – ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Hinzu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der mehrere Auswahlen aus einer Partie kombiniert, sowie der „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zusammenführt. Für Afrika-Cup-Wetten in der Gruppenphase heißt das: Wer seine Wette vor dem Schlusspfiff absichern will, findet hier eine Teil-Auszahlungsfunktion, die anderswo nicht selbstverständlich ist. Was die Höhe der Cash-Out-Wert ist, hängt vom Spielverlauf ab und wird vom Buchmacher laufend berechnet.
Was „die besten Afrika-Cup-Wettanbieter“ überhaupt heißen kann
Lizenz als Eintrittskarte, nicht als Qualitätsurteil
Wer in Deutschland nach einem Wettanbieter für den Afrika-Cup sucht, kommt an einer Frage nicht vorbei: Steht der Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder? Die Whitelist ist die einzige verlässliche Auskunft darüber, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan zählt hier nicht – diese Aufsichtsregime erkennen die deutsche Glücksspielaufsicht nicht an. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten, zuletzt am 17. September 2026 vor „Platincasino“.
Auf der Whitelist vom 2. Oktober 2026 stehen 30 Einträge, davon 27 mit einer Sportwetten-Erlaubnis. Jeder Eintrag nennt einen Domain-Namen, eine Inhaberin und das Datum der Erteilung. Eine Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Wer nachprüfen will, ob ein Anbieter heute erlaubt ist, öffnet die Whitelist auf der Webseite der GGL und vergleicht den dort genannten Domain-Namen mit der Adresse, über die er wetten will.
Quoten, Wettsteuer und Marge: Was ein „bester Anbieter“ wirklich leistet
Ein Anbieter kann noch so viele Afrika-Cup-Spiele im Programm haben – was zählt, ist die Quote. Die Quote ist das, was der Buchmacher als Auszahlung anbietet, und sie enthält zwei Dinge: die faire Wahrscheinlichkeit des Ereignisses und die Marge des Buchmachers. Die Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt behält. Sie wird nirgends ausgewiesen, lässt sich aber aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes berechnen.
Nehmen wir ein Spiel mit drei möglichen Ausgängen – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – und Quoten von 2,10, 3,40 und 3,60. Die Auszahlungsquote (auch Quotenschlüssel) berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der einzelnen Quoten:
1 ÷ 2,10 + 1 ÷ 3,40 + 1 ÷ 3,60 = 0,4762 + 0,2941 + 0,2778 = 1,0481
Der Kehrwert von 1,0481 ist etwa 0,954 – das ist die Auszahlungsquote. Die Marge des Buchmachers ist 100 % minus 95,4 %, also rund 4,6 Prozent. Bei diesem Markt gibt der Anbieter etwa 95 Cent von jedem Euro Einsatz an die Wettenden zurück, knapp fünf Cent behält er.
Eine Auszahlungsquote zwischen 94 und 96 Prozent bei 1X2-Märkten auf Fußballspiele ist typisch. Bei Spezialwetten auf den Afrika-Cup – etwa Torschützen, Halbzeit/Endstand oder exakte Ergebnislisten – liegt die Marge oft höher, weil weniger Wettende diese Märkte bedienen und der Buchmacher das Risiko breiter aufschlägt. Wer die Marge eines Marktes prüfen will, rechnet sie selbst nach oder vergleicht die Quoten mehrerer Anbieter auf dasselbe Ereignis.
In diesem Markt übernimmt der Veranstalter die Wettsteuer von 5,3 Prozent selbst, sodass der Wettende die volle Quote ausgezahlt bekommt. Bei Anbietern, die die Steuer an die Wettenden weitergeben, schlägt der Steueranteil direkt auf die effektive Quote durch. Ein Anbieter, der mit 2,10 wirbt, aber die Wettsteuer abzieht, zahlt effektiv nur 2,10 minus 5,3 Prozent dieses Wertes – das sind etwa 2,10 minus 0,11 = 1,99. Wer Anbieter vergleicht, sollte die Frage „Wer trägt die Steuer?“ als erstes klären.
Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 als Rahmen
Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Er regelt die Erlaubnis für Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und die Aufsicht durch die GGL nach § 27f Abs. 1. Die Behörde mit Sitz in Halle an der Saale führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 und kann Bußgelder nach § 28a verhängen. Die Steuer ist Sache des Finanzamts und richtet sich nach §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriengesetzes.

Was darf überhaupt gewettet werden? Nach § 21 Abs. 1 sind feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon erlaubt, als Einzel- oder Kombiwette. Welche Wetttypen ein Anbieter konkret anbieten darf, ergibt sich aus seinem genehmigten Wettprogramm nach § 21 Abs. 5. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis zulässig – also in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt, „nächster Punkt“ im Tennis nicht, „nächster Korb“ im Basketball nicht.
Nicht erlaubt sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationen, Regelverstöße und deren Sanktionierung sind ebenfalls kein zulässiger Wettgegenstand. Soziale oder politische Ereignisse dürfen nicht gewettet werden. Auf E-Sport-Wetten verzichtet die GGL: E-Sport ist kein Sport im Sinne des Staatsvertrags, lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten gibt es keine etablierte Rechtsprechung, deshalb schweigt diese Seite dazu.
Wer in Deutschland eine deutsche Erlaubnis braucht
Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, ohne im Besitz einer Erlaubnis nach § 9a GlüStV zu sein, macht sich nach § 4 Abs. 1 GlüStV wegen unerlaubten Glücksspiels strafbar. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist im deutschen Markt kein Ersatz: Diese Aufsichtsregime werden hier nicht anerkannt. Strafbar macht sich auch, wer für solche Angebote wirbt; die Teilnahme von Spielerinnen und Spielern ist nach § 285 StGB ebenfalls ordnungswidrig, wird aber in der Praxis nicht verfolgt. Wer sein Geld auf einem nicht-lizenzierten Anbieter lässt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg – und kein OASIS, kein LUGAS-Limit, keinen deutschen Verbraucherschutz.
Die GGL geht gegen illegale Anbieter mit Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Sperrungen auf Netzebene vor. Der Bundesgerichtshof hat die Frage, ob Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Sollte der EuGH die Rückzahlungspflicht bejahen, wäre das ein Hebel für Spieler, die in der Vergangenheit bei Offshore-Anbietern gewettet haben – nicht aber eine Garantie für den Einzelfall.
Spielerschutz: Was bei lizenzierten Anbietern Pflicht ist
Einzahlungslimit, OASIS und der Panikbutton
Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter wettet, nimmt an einem Schutzsystem teil, das aus drei Bausteinen besteht. Erstens: das übergreifende Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV. Es liegt standardmäßig bei 1.000 Euro pro Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter hinweg. Die GGL führt dazu die Limitdatei LUGAS, in der jeder Anbieter jeden Einzahlungsversuch einträgt. Wer bei einem Anbieter 600 Euro einzahlt, kann in diesem Monat nur noch 400 Euro bei anderen Anbietern einzahlen. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 Euro ist nur mit nachweisbarem Einkommens- und Vermögensnachweis möglich, eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Zweitens: das Sperrsystem OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV. Die Spielersperrdatei wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt, wenn eine Frist angegeben wurde, sonst mindestens ein Jahr. Drittens: der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV. Er löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann.
Hinzu kommt das Verbot des Parallelspielens nach § 6h GlüStV, durchgesetzt über die Aktivitätsdatei LUGAS: Wer bei einem Anbieter aktiv spielt, kann sich nicht gleichzeitig bei einem anderen Anbietern anmelden. Offshore-Anbieter sind an keines dieser Systeme angeschlossen – ein Grund mehr, warum die Whitelist mehr ist als ein bürokratischer Vermerk.
Verifizierung und das Konto auf eigenen Namen
Jeder lizenzierte Anbieter muss nach § 6a GlüStV die Identität seiner Kundinnen und Kunden vor der Auszahlung prüfen. Bis die Verifizierung abgeschlossen ist, darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlungen erlauben. Wer diese 72 Stunden überschreitet, ohne sich verifiziert zu haben, wird gesperrt. Ausgezahlt wird nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen der spielenden Person lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird – anonyme Zahlungsmittel wie Kryptowährungen oder anonyme Prepaid-Karten sind ausgeschlossen.
Die Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, so sieht es § 6b Abs. 6-7 GlüStV vor. Wer bei einem Anbieter ohne diese Absicherung wettet, riskiert im Insolvenzfall den Verlust seines Guthabens.
Wettarten und ihre Kosten: Was Afrika-Cup-Wetten konkret kosten
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die einfachste Wette auf ein Afrika-Cup-Spiel ist die Einzelwette: ein Spiel, ein Ausgang, eine Quote. Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus eins). Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 10 Euro ergibt sich eine Auszahlung von 21 Euro, also ein Nettogewinn von 11 Euro. Wer auf fünf Spiele setzt, kann sie als fünf Einzelwetten spielen oder als Kombiwette. Bei der Kombiwette werden die Quoten multipliziert: fünfmal 2,10 ergibt rund 40,8 als Gesamtquote, der Einsatz von 10 Euro bringt im Gewinnfall 408 Euro. Allerdings: Jedes Spiel, das falsch getippt wird, kostet die gesamte Kombiwette. Die kombinierte Marge ist höher als die Marge der Einzelwetten, weil der Buchmacher auf jeder Stufe seinen Anteil einrechnet.
Die Systemwette ist ein Kompromiss: Sie erlaubt es, mehrere Kombinationen aus denselben Spielen zu spielen, sodass auch bei einem falschen Tipp noch ein Teil des Einsatzes zurückkommt. Die Bankroll wird auf mehrere Kombinationen aufgeteilt, entsprechend geringer fällt der Gewinn pro Kombination aus. Für Afrika-Cup-Spiele in der K.-o.-Runde ist die Systemwette beliebt, weil ein Ausscheiden eines Favoriten den Schein nicht zwingend killt.
Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig
Neben den Spielwetten bieten Buchmacher auf den Afrika-Cup Langzeitwetten an: Wer wird Turniersieger? Wer gewinnt die Gruppe? Wer wird Torschützenkönig? Diese Outright-Märkte sind in der Regel Wochen oder Monate vor dem Turnier verfügbar und reagieren auf Verletzungen, Formschwankungen und Qualifikationsergebnisse. Die Quoten auf den Turniersieger enthalten eine hohe Marge, weil der Buchmacher das Risiko über einen langen Zeitraum trägt und auf jedes mögliche Ergebnis eine Quote stellen muss. Ein Tipp auf den Außenseiter kann sich lohnen, wenn die Quote das Risiko abbildet – aber der Buchmacher kalkuliert so, dass er auf lange Sicht nicht verliert.
Wer auf den Torschützenkönig setzen will, sollte die Qualifikation der Spieler im Auge behalten: Wer es nicht in den Kader schafft, fällt aus dem Markt. Brahim Díaz gewann diese Auszeichnung beim Afrika-Cup 2025 mit fünf Toren, Samuel Eto’o hält den Rekord mit 18 Toren über mehrere Turniere hinweg.
Live-Wetten und Cash Out
Live-Wetten auf den Afrika-Cup sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur eingeschränkt erlaubt. Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis einer laufenden Begegnung und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächster Korb“ im Basketball ist nicht erlaubt, „nächstes Tor“ im Fußball schon. Bei Afrika-Cup-Spielen, die in der deutschen Hauptsendezeit stattfinden, dürfte das Live-Angebot daher auf Ergebnis- und Torwetten begrenzt sein. Anbieter wie Betano, Tipico, Betway und Sportingbet werben mit Live-Funktionen – der konkrete Marktumfang ergibt sich aus dem Wettprogramm jedes Anbieters.
Cash Out ist kein gesetzlich geregelter Begriff. Es handelt sich um eine Funktion des Anbieters, eine offene Wette vor dem regulären Ausgang zu einem vom Anbieter kalkulierten Preis zurückzukaufen. Betway wirbt mit Teil-Cash-Out, also der Möglichkeit, nur einen Teil des Wettwerts auszahlen zu lassen. Tipico bietet „Tipico Cashout“ als festen Begriff in der App an. Der Cash-Out-Wert ist immer niedriger als der faire Wert, weil der Anbieter seinen Anteil einpreist. Wer vor dem Schlusspfiff verkauft, gibt einen Teil des möglichen Gewinns ab – und sichert sich gegen das Gegenteil ab.
Wettsteuer: Wer sie trägt, entscheidet über die effektive Quote
Die Wettsteuer beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das sind effektiv 5,3 ÷ 105,3 ≈ 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht von der Wettperson. Ob der Anbieter die Steuer intern verbucht oder an die Wettenden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst. Winamax wirbt mit null Prozent Wettsteuer und übernimmt sie vollständig. Andere Anbieter ziehen sie vom Gewinn ab oder schlagen sie auf den Einsatz drauf.
Eine Beispielrechnung: Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 10 Euro zahlt der Anbieter 21 Euro aus, wenn der Anbieter die Steuer trägt. Zieht er die Steuer vom Gewinn ab, bleiben nur 21 minus 0,53 = 20,47 Euro. Bei Winamax bleibt es bei 21 Euro, sofern die Werbung zutrifft. Bei einem Anbieter, der die Steuer auf den Einsatz aufschlägt, kostet der effektive Einsatz 10,53 Euro, und die Auszahlung bleibt 21 Euro – der Nettogewinn sinkt von 11 Euro auf 10,47 Euro. Wer Anbieter vergleicht, sollte den Steuerumgang als erstes prüfen, bevor er die Quote vergleicht.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| VBet | Whitelist-Eintrag | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Betano | Whitelist-Eintrag | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Betway | Whitelist-Eintrag | Betway Limited | 09.03.2021 |
Die Tabelle führt nur Anbieter auf, die auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Sie macht keine Aussage zur Qualität der Quoten, des Wettprogramms oder des Bonusangebots – sie ist eine Voraussetzung, kein Verdikt.
Worauf Leserinnen und Leser bei der Anbieterwahl achten sollten
Quoten vergleichen, aber Marge verstehen
Die offensichtliche Kennzahl ist die Quote, und der naheliegende Reflex ist der Vergleich der Quote auf dasselbe Ereignis. Wer das tut, sieht schnell Unterschiede von 0,05 bis 0,10 zwischen den Anbietern. Was die Quote nicht zeigt, ist die Marge: zwei Anbieter können auf den Favoriten dieselbe Quote anbieten, auf den Außenseiter aber unterschiedliche. Wer die Gesamtmarge berechnet, sieht, welcher Anbieter bei diesem Markt konsequent mehr auszahlt. Die Rechnung selbst ist mit einem Taschenrechner in einer Minute gemacht: Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, dann eins minus den Kehrwert dieser Summe.
Wettsteuer und ihre Wirkung auf den Gewinn
Wer bei einem Anbieter mit fünf Prozent Steuerabzug wettet, bekommt auf eine Quote von 2,10 effektiv 1,99 ausgezahlt. Das klingt nach wenig, summiert sich aber über das Jahr. Ein Leser, der monatlich 200 Euro einsetzt, verliert durch die Steuer etwa zehn Euro, wenn der Anbieter sie weitergibt. Bei Anbietern, die die Steuer tragen, bleibt das Geld auf dem Wettkonto. Wer den höchsten Gewinn pro Euro Einsatz will, wählt einen Anbieter, der die Steuer übernimmt – vorausgesetzt, die Quote stimt ebenfalls.
Bonusbedingungen lesen, bevor man einzahlt
Ein Willkommensbonus ist ein Marketing-Instrument. Was er tatsächlich kostet, steht in den Umsatzbedingungen: Wie oft muss der Bonus umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist? Welche Mindestquote gilt für die qualifizierenden Wetten? Welche Frist hat die Umsetzung? Welche Wetten zählen überhaupt? Eine typische Bedingung lautet: Bonus plus Einzahlung fünfmal zu einer Mindestquote von 1,80 umsetzen, innerhalb von 90 Tagen. Wer die Quote 1,80 anlegt, müsste bei einem Bonus von 100 Euro und einer Einzahlung von 100 Euro insgesamt 1.000 Euro umsetzen – und das bei einer Marge von rund fünf Prozent kostet rechnerisch etwa 50 Euro an erwartetem Verlust, bevor der Bonus überhaupt freigespielt ist.
Wichtig: Der GlüStV regelt Boni für Sportwetten nicht. Die Bedingungen kommen ausschließlich aus den AGB des Anbieters. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen lesen, bevor er die Einzahlung macht.
Wettprogramm auf den Afrika-Cup prüfen
Welche Afrika-Cup-Märkte ein Anbieter anbietet, zeigt sein Wettprogramm. Das kann je nach Phase des Turniers sehr unterschiedlich aussehen: Vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen nur Outright-Märkte, nach der Auslosung Gruppen- und Spielsiegermärkte, nach Turnierbeginn das volle Programm inklusive Live-Wetten. Wer einen Anbieter für die nächste Ausgabe 2027 sucht, sollte das Wettprogramm jetzt prüfen – noch ist das Angebot auf den nächsten Afrika-Cup in der Regel eingeschränkt.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wettanbietern in Deutschland
Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?
Vergleichen Sie zuerst die Whitelist, dann die Marge der 1X2-Märkte, dann den Umgang mit der Wettsteuer und zuletzt das Wettprogramm auf den Afrika-Cup. Die Reihenfolge ist bewusst: Ohne Erlaubnis ist jede Quote wertlos, eine hohe Marge frisst jeden Quotenvorteil, und ein fehlender Markt lässt sich nicht durch einen Bonus ersetzen. Wer diese vier Punkte vergleicht, hat die wesentlichen Entscheidungsgrößen auf dem Tisch.
Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?
Der Afrika-Cup 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant, mit 54 gemeldeten Qualifikanten. Die letzte Ausgabe war der Afrika-Cup 2025 in Marokko, der wegen des Konflikts mit der FIFA-Klub-WM 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben wurde und vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 dauerte. Ein Afrika-Cup 2026 als eigenes Turnier existiert nicht, das Jahr in vielen Suchanfragen ist das Veröffentlichungsjahr.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde steht?
Öffnen Sie die Whitelist auf der Webseite der GGL. Die Liste führt Domain, Inhaberin und Datum der Ersterlaubnis. Vergleichen Sie den Domain-Namen mit der Adresse, über die Sie wetten wollen. Die Liste enthält Stand 2. Oktober 2026 27 Inhaberinnen mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine Erlaubnis aus Malta, Curaçao oder Anjouan steht nicht auf dieser Liste und gilt in Deutschland nicht.
Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer zwischen Anbietern, und wie wirkt sie sich auf die Quote aus?
Die Wettsteuer beträgt rechnerisch rund 5,03 Prozent des Einsatzes, sie wird vom Veranstalter geschuldet. Ob er sie trägt oder an die Wettenden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst. Winamax wirbt mit null Prozent Wettsteuer. Andere Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab oder schlagen sie auf den Einsatz auf. Auf eine Quote von 2,10 wirkt das wie ein Abschlag von etwa 0,11 Euro pro 10 Euro Einsatz.
Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?
Der Glücksspielstaatsvertrag regelt Boni für Sportwetten nicht. Üblich sind Umsatzfaktoren zwischen drei- und zehnmal Bonus plus Einzahlung, Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00 und Fristen zwischen 30 und 90 Tagen. Welche Wetten zählen, welche Zahlungsmethoden ausgeschlossen sind und ob eine maximale Gewinnauszahlung aus dem Bonus gilt, steht in den AGB des Anbieters. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie einzahlen.
Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?
In Deutschland gilt der Glücksspielstaatsvertrag 2021. Erlaubnisse werden von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9a GlüStV erteilt und in der Whitelist nach § 9 Abs. 8 geführt. Lizenzen aus anderen Rechtsräumen – Malta, Curaçao, Anjouan – werden hier nicht anerkannt. Wer bei einem Anbieter mit einer solchen Lizenz wettet, tut dies ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS-Anbindung, ohne LUGAS-Limit und ohne deutschen Rechtsweg im Streitfall.
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