Wettanbieter mit Lastschrift im Vergleich
Eine Einzahlung per Lastschrift sieht aus wie der bequemste Weg, ein Wettkonto zu füllen: Konto einmal freigeben, Betrag eingeben, Geld kommt. Sie ist im deutschen Sportwettenmarkt aber mehr als ein Knopf im Bezahlfenster. Sie trifft die eigene-Namen-Regel des Geldwäschegesetzes, sie unterliegt einer Vorabankündigung und einer 13-Monats-Erstattungsfrist, und sie ist bei lizenzierten Anbietern an das monatliche 1.000-€-Limit der LUGAS-Limitdatei gebunden. Wer Lastschrift wählt, wählt einen Zahlweg mit Kosten, die erst sichtbar werden, wenn die erste Auszahlung ansteht.

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Snapshot 02.10.2026)
Wie eine SEPA-Einzahlung bei einem Wettanbieter abläuft
Eine SEPA-Lastschrift ist kein spontaner Bankeinzug. Wer sie nutzt, erteilt dem Wettanbieter ein Mandat, also eine schriftliche Einwilligung, künftige Beträge vom eigenen Girokonto abzubuchen. Dieses Mandat muss vor dem ersten Einzug vorliegen, sonst ist die Belastung nicht autorisiert. Der Anbieter muss den Spieler vorab über den Betrag und den Zeitpunkt des Einzugs informieren, die sogenannte Vorabankündigung. Standard sind 14 Tage Vorlauf, kürzere Fristen lassen sich in den AGB vereinbaren.

Nach dem Einzug hat der Spieler zwei Wege, an sein Geld zu kommen. Liegt ein gültiges Mandat vor, kann er einer Belastung innerhalb von acht Wochen widersprechen. Liegt kein Mandat vor oder wurde das Konto ohne Zustimmung belastet, hat er 13 Monate Zeit, die Erstattung zu verlangen. Die Bank muss den Betrag spätestens einen Tag nach der Mitteilung zurückbuchen. Wer die Frist verpasst, bleibt auf der Belastung sitzen. Bei der SEPA-Firmenlastschrift, die nur Nicht-Verbrauchern offensteht, gibt es diesen Widerspruch gar nicht, weil die Zahlstelle die Mandatsdaten vor der Belastung prüft. Für Spieler mit Wohnsitz in Deutschland ist das der irrelevante Sonderfall.
Im Wettkontext läuft die Einzahlung meist über die SEPA-Basislastschrift. Der Anbieter reicht sie der Bank einen Tag vor Fälligkeit ein, der Betrag wird am Fälligkeitstag abgebucht. Bevor das Geld auf dem Wettkonto liegt, vergehen dadurch ein bis zwei Werktage. Wer freitags einzahlt, sieht den Betrag frühestens am Montag auf dem Wettkonto.
Ein Mandat erlischt, wenn es 36 Monate lang nicht genutzt wurde. Wer länger pausiert, muss vor der nächsten Einzahlung ein neues Mandat erteilen.
Mindestbetrag, Bearbeitungsgebühr und Bearbeitungsdauer
Die Mindesteinzahlung pro Buchung liegt im lizenzierten deutschen Markt üblicherweise zwischen 5 € und 10 €, je nach Anbieter und Zahlungsmethode. Bei AdmiralBet etwa sind es nach den AGB 5 € oder 10 €, je nach Methode. Beträge unterhalb dieser Schwelle lehnen die meisten Anbieter ab. Bearbeitungsgebühren für die Einzahlung sind im Whitelist-Segment unüblich. DAZN Bet etwa erhebt nach eigenen Angaben keine Gebühren auf Einzahlungen.
Die Dauer der Gutschrift hängt von der Banklaufzeit ab. Die SEPA-Regelfrist von Einreichung bis Belastung beträgt einen Tag. Bis das Geld auf dem Wettkonto verbucht ist, vergehen dadurch ein bis zwei Bankarbeitstage. Einzahlungen am Wochenende verschieben sich auf den nächsten Werktag. Wer am Freitagabend 20 € einzahlen will, um auf das Samstagsspiel zu setzen, wird das Geld in der Regel nicht rechtzeitig sehen.
Wann die Auszahlung zurück aufs Girokonto geht
Auszahlungen laufen über die SEPA-Überweisung, nicht als Lastschrift. Der Anbieter schickt das Geld per Banküberweisung auf das Konto, von dem die Einzahlung kam. Das eigene Konto bleibt der einzige zulässige Auszahlungsweg, fremde Konten nimmt kein lizenzierter Anbieter an. Die Geschwindigkeit hängt vom Anbieter ab. Sportingbet nennt in seinen AGB 3 bis 5 Werktage für die Banküberweisung, bei Debit- und Kreditkarte 2 bis 4 Werktage, bei eWallets wie PayPal, Skrill oder NETELLER 8 Stunden. AdmiralBearbeitet Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen, vorausgesetzt, die Identität des Spielers ist verifiziert.
Spielerguthaben liegt nach § 6b Abs. 6 GlüStV auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt. Wer vor der ersten Auszahlung noch nicht den vollen Identitätsnachweis erbracht hat, kann sich den Betrag nicht auszahlen lassen. Vor Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem 100-€-Einzahlungslimit und ohne Auszahlung anbieten.
Warum die eigene-Namen-Regel bei Lastschrift einfach einzuhalten ist
Wer per SEPA einzahlt, zahlt vom eigenen Girokonto. Damit ist die Anforderung des § 6b Abs. 4 GlüStV erfüllt, dass Zahlungen nur von einem Konto auf den Namen des Spielers kommen dürfen. Karten, die auf eine andere Person lauten, anonyme Prepaid-Produkte oder Kryptowährungen erfüllen diese Bedingung nicht und werden im lizenzierten Markt nicht akzeptiert. DAZN Bet formuliert das in seinen Einzahlungsbedingungen explizit: verwendete Zahlungsmethoden müssen auf den eigenen Namen registriert sein, bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Die Lastschrift hat hier einen Vorteil gegenüber Karte oder Wallet, weil die Bankverbindung immer auf den Kontoinhaber lautet.
Diese Regel ist der Hauptgrund, warum Offshore-Anbieter Lastschrift oft nur eingeschränkt anbieten. Ohne Anbindung an die LUGAS-Limitdatei und ohne eigene deutsche Erlaubnis fehlt die Kontrolle, die das Geldwäschegesetz verlangt.
Was Lastschrift von Karte und Wallet unterscheidet
Wer mit Kreditkarte einzahlt, hat ähnlich schnell Geld auf dem Konto, oft sofort. Der Nachteil liegt in der Karte selbst: nicht jede Karte akzeptiert jeder Anbieter, manche Banken blockieren Glücksspieltransaktionen, und die Karte muss auf den eigenen Namen lauten, was bei Firmen- oder Partnerkarten ein Problem wird. Wallets wie PayPal oder Skrill sind schnell und bequem, erfordern aber ein zusätzliches Konto, das ebenfalls auf den eigenen Namen lauten muss.
Die Lastschrift hat den Vorteil, dass die Bankverbindung des Spielers die einzige Eingangsgröße ist. Wer ein deutsches Girokonto hat, hat damit eine Zahlungsmethode, die alle lizenzierten Anbieter akzeptieren. Der Nachteil liegt in der Geschwindigkeit: ein bis zwei Werktage Vorlauf statt Sekunden. Für Spieler, die auf ein konkretes Spiel setzen wollen, ist die Lastschrift deshalb eher die Methode für regelmäßige, geplante Einzahlungen als für den spontanen Wettschein.
Die Rechtslage: Wer Lastschrift anbieten darf und wer nicht
Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 den deutschen Sportwettenmarkt. Erlaubnisse für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet vergibt seitdem die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, die einzige verbindliche Liste der in Deutschland erlaubten Anbieter. Stand 02.10.2026 listet die Whitelist 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist gar nichts: auch unerlaubte Anbieter nutzen .de-Adressen.

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung und eventueller Folgeerlaubnisse, kein Enddatum. Anbieter, deren Erlaubnis abgelaufen ist, müssen aus der Liste gestrichen werden, solange sie dort stehen, ist die Erlaubnis aktiv.
Die Konsequenz für Spieler ist eindeutig: Wer bei einem nicht gelisteten Anbieter wettet, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil. § 4 Abs. 1 GlüStV verbietet das Anbieten, die GGL kann Zahlungs- und Netzsperren anordnen, und die Staatsanwaltschaft kann Anbieter wegen § 284 StGB (bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe) verfolgen. Für Spieler sieht § 285 StGB eine Strafandrohung von bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe vor, die Verfolgungspraxis ist hier aber nicht etabliert. Die GGL warnt regelmäßig vor illegalen Angeboten, etwa am 17. September 2026 vor der Plattform Platincasino.
Ob eine Einzahlung zurückgefordert werden kann, hängt vom Einzelfall ab. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer spielt, hat dadurch keine Garantie auf Rückzahlung, aber eine realistische Aussicht im Einzelfall.
Offshore, Whitelist und die Frage der Sicherheit
Ein Anbieter mit Sitz in Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Erlaubnis, auch wenn er eine entsprechende Lizenz dieser Jurisdiktionen vorweisen kann. Wer bei einem solchen Anbieter wettet, hat keine Anbindung an OASIS, das zentrale Sperrsystem, und keine Anbindung an LUGAS, das zentrale Einzahlungslimitsystem. Das bedeutet konkret: Wer sich selbst bei einem Anbieter sperren lässt, ist bei einem anderen nicht gesperrt. Wer sein 1.000-€-Monatslimit ausgeschöpft hat, kann beim nächsten Anbieter weiter einzahlen. Die Schutzmechanismen des GlüStV greifen nur auf der Whitelist.
Umgekehrt hat der Offshore-Markt eigene Vorteile. Die Einzahlungslimits des GlüStV gelten dort nicht, die Spielauswahl ist oft breiter, und manches Sportwettenprogramm enthält Märkte, die in Deutschland nicht erlaubt sind. Die Frage ist, was dem Spieler mehr wiegt: die Sicherheit, im Streitfall einen deutschen Rechtsweg zu haben, oder die größere Auswahl und das höhere Limit. Für die meisten Spieler mit Wohnsitz in Deutschland ist die Whitelist die rationalere Wahl, nicht weil dort alles besser ist, sondern weil dort alles geregelt ist.
Einzahlungslimit und Spielersperre: Was unabhängig vom Zahlweg gilt
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter. Die LUGAS-Limitdatei überwacht das. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Einzelne Anbieter dürfen für Spieler mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ein höheres Limit einrichten, bis 10.000 €, in besonderen Fällen bis 30.000 € für maximal ein Prozent der aktiven Spieler, eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Lastschrift-Einzahlungen zählen vollständig in dieses Limit.
OASIS ist die zentrale Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Eine Selbstsperre läuft mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Anbieter auf der Whitelist prüfen OASIS bei Registrierung und Login. Wer gesperrt ist, kann sich nicht anmelden, Einzahlungen laufen ins Leere. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die der Anbieter nicht aufheben kann.
Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist nur ein Konto zulässig (§ 6a), Parallelspiel ist nach § 6h GlüStV verboten, die LUGAS-Aktivitätsdatei prüft das.
Werbung und Bonus: Was der GlüStV erlaubt und was nicht
Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Inhabern einer Erlaubnis gestattet. Im Fernsehen gilt zwischen 6 und 21 Uhr ein Werbeverbot, das aber nur Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele betrifft, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV selbst enthält keine Klausel zu Höhe oder Ausgestaltung von Sportwetten-Boni, die Bedingungen kommen allein aus den AGB des Anbieters.
Wettsteuer: Wer sie zahlt und wie sie sich auswirkt
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage, die ist der um die Steuer selbst verminderte Einsatz, also 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Zwei Modelle sind im Markt üblich. ODDSET etwa zieht nach eigenen AGB 5 % vom Bruttogewinn ab, der Nettogewinn ist dann die Auszahlungsgröße. Interwetten formuliert es in den Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) als 5,3 % Quotenabschlag im Gewinnfall. Beide Varianten senken den Auszahlungsbetrag, beide sind im Markt erlaubt, beide stehen in den jeweiligen AGB.
Wichtig für die Frage Lastschrift: Die Steuer fällt auf den Einsatz an, unabhängig vom Zahlweg. Wer 100 € per SEPA einzahlt und für den vollen Betrag eine Wette platziert, zahlt genauso 5,03 € Steuer wie bei jeder anderen Einzahlung. Die Steuer ist keine Eigenschaft der Zahlungsmethode, sie ist eine Eigenschaft der Wette.
Willkommensbonus per Lastschrift: Was zählt und was nicht
Bei den meisten lizenzierten Anbietern zählt eine Einzahlung per Lastschrift für den Willkommensbonus. Ausnahmen sind möglich, wenn der Anbieter einzelne Methoden vom Bonus ausschließt, das gehört in die jeweiligen AGB. Sportwetten etwa schreibt in den Bonusbedingungen: 100 % auf die erste Einzahlung, maximal 100 €, sofort gutgeschrieben ab einer Ersteinzahlung von 10 €, maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Welche Methoden teilnehmen, definiert der Anbieter in seinen AGB.
Die Umsatzbedingungen sind die eigentliche Hürde. Was nach Werbung wie ein Geschenk aussieht, ist typischerweise an einen mehrfachen Umsatz des Bonus oder des Bonus plus Einzahlung gebunden, an eine Mindestquote, an eine Frist und oft an eine Beschränkung der Wettarten. Wer einen 100-€-Bonus bei 5-fachem Umsatz und Mindestquote 1,80 freispielen will, setzt 500 € zu Mindestquoten von 1,80 um. Bei einer angenommenen Markt-Marge von 5 % kostet das rechnerisch 25 € an erwartetem Verlust, bevor der Bonus ausgezahlt wird. Der Bonus ist also keine Mitnahme, sondern ein Tauschgeschäft: Einsatz gegen Umsatzpflicht.
Das Modell, die Lastschrift-Einzahlung vom Bonus auszuschließen, wäre aus Anbietersicht nachvollziehbar, weil Lastschriftbuchungen mit bis zu 13 Monaten Erstattungsrecht eine höhere Missbrauchsanfälligkeit haben als Sofortzahlungen. Wer einen Bonus sucht, sollte vor der Einzahlung prüfen, ob die Lastschrift im Kassenbereich als bonusfähig markiert ist.
So funktioniert das SEPA-Mandat beim Wettanbieter
Wer zum ersten Mal per Lastschrift einzahlt, gibt im Kassenbereich des Anbieters seine IBAN ein und erteilt das Mandat. Dieses Mandat ist die rechtliche Grundlage für alle künftigen Einzüge, in der Regel digital per Checkbox oder Unterschrift im Bestellprozess. Der Anbieter speichert die Mandatsdaten, die Bank des Spielers prüft sie und schreibt den Betrag am Fälligkeitstag ab. Vorabankündigung, also die Information über Betrag und Termin, erfolgt typischerweise per E-Mail oder im Kundenkonto, 14 Tage sind Standard.
Wichtig: Das Mandat erlischt nach 36 Monaten Nichtnutzung. Wer nach einer langen Pause wieder einzahlen will, muss das Mandat neu erteilen. Wer das Haus wechselt, also den Anbieter, braucht ein neues Mandat, weil sich die Gläubiger-Identifikationsnummer ändert. Die Bank des Spielers erkennt anhand der Gläubiger-ID, wer abbuchen will.
Die GGL-Whitelist als Einkaufsführer
Die Whitelist der GGL ist keine Empfehlung und kein Ranking. Sie ist die Liste der Anbieter, die in Deutschland Sportwetten veranstalten oder vermitteln dürfen. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und unterliegt der Aufsicht der GGL. Wer nicht auf der Whitelist steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis. Die Whitelist wird auf der Webseite der GGL veröffentlicht, die Prüfung ist eine Sache von Sekunden.
Anbieter auf der Whitelist können ihre Erlaubnis verlieren, dann werden sie von der Liste gestrichen. Wer eine Einzahlung plant, prüft den Whitelist-Status unmittelbar vor der Einzahlung, nicht nur bei der Kontoeröffnung. Die Whitelist zeigt Datum der Ersterlaubnis und eventueller Folgeerlaubnis, ein Enddatum ist dort nicht vermerkt, da die Erlaubnis so lange läuft, bis sie entzogen oder zurückgegeben wird.
Lizenzstatus und Erlaubniszeitpunkt der zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt die zehn im deutschen Markt für diesen Vergleich herangezogenen Anbieter, alle mit Whitelist-Eintrag für Sportwetten, mit Lizenzhalter und dem Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis. Der Snapshot ist der 02.10.2026, alle Angaben stammen aus der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
| Anbieter | Lizenzhalter | Erste Sportwetten-Erlaubnis |
|---|---|---|
| Tiptorro | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| VBet | SCGO Limited, Malta | 05.12.2023 |
| Sportwetten | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Malta | 09.10.2020 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta | 22.04.2026 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Tipico | Tipico Co. Limited, Malta | 09.10.2020 |
Alle Halter mit Sitz in Malta sind dort ansässige EU-Gesellschaften, die deutsche Erlaubnis ist unabhängig vom maltesischen Sitz. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV erteilt und ist an die .de-Domain gebunden, nicht an einen Konzernsitz. Bet3000 ist mit Erstdatum 22.04.2026 der jüngste Anbieter in der Liste und der einzige, dessen Erlaubnis noch keine fünf Jahre läuft, die längst laufenden Erlaubnisse aus 2020 werden in den nächsten Jahren zur Folgeerlaubnis anstehen.
Tiptorro
Tiptorro tritt im deutschen Markt unter der Marke Tipico auf, die App heißt im App Store Tiptorro und wird von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten. Die Whitelist-Erlaubnis für die Sportwetten unter Tiptorro besteht seit dem 30.06.2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Die Muttergesellschaft Tipico Co. Limited hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 gegründet.
Lastschrift ist im Kassenbereich verfügbar, die SEPA-Einzahlung läuft über das Standardverfahren mit Vorabankündigung und 13-Monats-Erstattungsrecht. Die Auszahlung erfolgt auf das Herkunftskonto. Die Sportwettensteuer wird im Gewinnfall abgezogen. Das Willkommensangebot ist im Markt etabliert, die genauen Bedingungen stehen in den AGB.
Verdikt: Der Marktführer unter den Whitelist-Anbietern und für Spieler, die einen großen Wettanbieter mit vollständiger deutscher Lizenz, App-Verfügbarkeit und Lastschrift als Standardmethode suchen. Wer die Kombination aus hoher Marktdurchdringung und voller GlüStV-Konformität will, kommt an Tiptorro nicht vorbei, der Preis ist die strenge Einhaltung des 1.000-€-Monatslimits und der eingeschränkte Live-Markt.
VBet
VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion in St. Julian’s, Malta, veranstaltet. Die Sportwetten-Erlaubnis für VBet besteht seit dem 05.12.2023, ein relativ junger Whitelist-Eintrag. VBet ist im deutschen Markt kein Massenanbieter, sondern positioniert sich über Quotenboosts und ein breiteres Wettprogramm als viele Konkurrenten.
Die Einzahlung per SEPA-Lastschrift ist verfügbar, Mindesteinzahlung und Gebühren sind in den AGB geregelt. Die Auszahlung läuft über das Herkunftskonto im Standardverfahren.
Verdikt: Eine Alternative für Spieler, die gezielt nach höheren Quoten oder einem breiteren Wettprogramm als bei den großen Marken suchen und dabei auf eine deutsche Erlaubnis nicht verzichten wollen. Der Preis ist die geringere Bekanntheit, was längere Ladezeiten bei Support-Spitzen bedeuten kann, und die kürzere Marktpräsenz, was sich in weniger Marktbeobachtung durch erfahrene Spieler niederschlägt.
Sportwetten.de
Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited betrieben und führt die Whitelist seit dem 19.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Der Anbieter gehört zu den kleineren Whitelist-Marken und ist vor allem für sein Bonusprogramm bekannt.
Das Willkommensangebot: 100 % auf die erste Einzahlung, maximal 100 €, ab einer Ersteinzahlung von 10 €, sofort gutgeschrieben, maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Die genauen Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen in den AGB. Lastschrift ist verfügbar, die Bonusfähigkeit der Methode ist in den AGB definiert.
Verdikt: Die richtige Adresse für Spieler, die auf einen ausdrücklich ausgewiesenen Einzahlungsbonus mit klar bezifferter Obergrenze Wert legen und bereit sind, dafür eine kleinere Marke zu akzeptieren. Wer mehr als 100 € Bonus sucht, ist hier falsch, wer mit 100 € auskommt, findet eine transparente Auszahlungsobergrenze.
888sport
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Aktie ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Die deutsche Whitelist-Erlaubnis führt die 888 Germany Limited seit dem 30.06.2021 mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. 888sport ist im deutschen Markt eine etablierte Zweitmarke neben Casino und Poker.
Lastschrift ist im Kassenbereich Standard. Die Auszahlung läuft auf das Herkunftskonto, Bearbeitungszeiten sind in den AGB dokumentiert. Die Sportwettensteuer wird an den Spieler weitergegeben, das Modell steht in den AGB.
Verdikt: Solide für Spieler, die einen großen europäischen Anbieter mit deutscher Lizenz suchen, ohne die Volumina der Marktführer zu brauchen. Wer Casino und Poker auf demselben Konto erwartet, bekommt das, muss aber beachten, dass die Boni und Limits zwischen den Produkten getrennt sind.
DAZN Bet
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited betrieben und hat die deutsche Whitelist-Erlaubnis seit dem 22.08.2023. Der Anbieter profitiert von der Marke DAZN, dem Sport-Streaming-Anbieter, und positioniert sich mit Fokus auf Live-Events.
DAZN Bet gibt in den Einzahlungsbedingungen explizit an, dass verwendete Zahlungsmethoden auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein müssen, bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden. Lastschrift ist verfügbar, die Einzahlung erfolgt nach dem Standard-SEPA-Verfahren. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben.
Verdikt: Eine Wahl für Spieler, die ihr Wettkonto mit dem DAZN-Streaming verknüpfen wollen und einen Anbieter suchen, der Live-Events in den Vordergrund rückt. Die strenge Handhabung der eigenen-Namen-Regel ist kein Nachteil gegenüber anderen Whitelist-Anbietern, sondern die Anwendung des Gesetzes, sie fällt bei DAZN Bet nur deutlicher auf.
Sportingbet
Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Der Anbieter gehört zur Entain-Gruppe, einem der größten europäischen Glücksspielkonzerne.
Sportingbet nennt in den AGB konkrete Auszahlungszeiten: per Debit- oder Kreditkarte 2 bis 4 Werktage, per eWallet innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung 3 bis 5 Werktage. Mindestauszahlungsbetrag 10 €, keine Bearbeitungsgebühren. Lastschrift ist als Einzahlungsmethode verfügbar.
Verdikt: Die Auszahlungszeiten sind im Marktvergleich eine Ansage, vor allem über eWallets. Für Spieler, die regelmäßig Gewinne auszahlen wollen, ohne mehrere Tage zu warten, ist Sportingbet eine der schnelleren Optionen unter den Whitelist-Anbietern. Voraussetzung ist ein eWallet-Konto auf eigenen Namen, sonst fällt man auf die Banküberweisung mit 3-5 Werktagen zurück.
bwin
bwin gehört zur Entain-Gruppe, der Whitelist-Eintrag für Bwin wird von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta gehalten, Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. bwin ist eine der ältesten Sportwettenmarken Europas und im deutschen Markt entsprechend etabliert.
Lastschrift ist Standardmethode im Kassenbereich, Auszahlung läuft über das Herkunftskonto. Die genauen Bearbeitungszeiten und Mindestbeträge sind in den AGB dokumentiert.
Verdikt: Wer einen erfahrenen, etablierten Anbieter mit deutscher Lizenz und einer breiten Wettauswahl sucht, ist bei bwin richtig. Der Markenname trägt im Streitfall, die GlüStV-Konformität ist über die Whitelist abgesichert. Wer ein Bonusangebot erwartet, das über das übliche Willkommenspaket hinausgeht, wird enttäuscht, bwin spielt im Markt eher über Bestandskunden-Aktionen als über aggressive Neukunden-Boni.
Bet3000
Bet3000 ist mit Erstdatum 22.04.2026 der jüngste Anbieter in dieser Übersicht. Die Whitelist führt die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, als Halterin der Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000. Bet3000 ist im deutschen Markt vor allem für hohe Quoten und ein knappes, fokussiertes Wettprogramm bekannt.
Lastschrift ist verfügbar, die Auszahlung läuft über das Herkunftskonto. Die genauen Bearbeitungszeiten und Limits sind in den AGB dokumentiert.
Verdikt: Für Spieler, die gezielt nach hohen Quoten auf den großen europäischen Ligen suchen und einen klassischen Wettanbieter ohne großes Bonusfeuerwerk erwarten. Die sehr junge Erlaubnis bedeutet, dass Beobachtungen über lange Marktzyklen fehlen, was bei der Frage nach Stabilität des Anbieters ein Faktor ist.
Interwetten
Interwetten ist im deutschsprachigen Markt seit den 1990er Jahren aktiv, der Whitelist-Eintrag für Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited gehalten, Erlaubnis seit dem 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Interwetten gehört zu den Pionieren des Online-Sportwettenmarkts.
Interwetten regelt die Wettsteuer in den Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) nach Nr. 4.2: Im Gewinnfall wird der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert. Das ist eine andere Formulierung als die auf der Webseite unter „Besteuerung von Sportwetten“ genannte Variante, im Ergebnis senkt sie den Auszahlungsbetrag um den Steueranteil. Lastschrift ist Standardmethode.
Verdikt: Für Spieler, die einen erfahrenen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen und sich an einer transparenten, in den Regeln dokumentierten Steuerbehandlung orientieren. Wer ein Bonusangebot in der Größenordnung der Konkurrenz erwartet, liegt bei Interwetten falsch, der Anbieter positioniert sich klassisch über Quoten und Wettauswahl.
Tipico
Tipico wird in Deutschland von der Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta betrieben, Whitelist-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Tipico ist eine der bekanntesten Sportwettenmarken Deutschlands, gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle.
Lastschrift ist Standard, das eigene Girokonto der häufigste Einzahlungsweg. Die Auszahlung erfolgt auf das Herkunftskonto. Tipico ist im deutschen Markt auch deshalb dominant, weil die Marke über den stationären Wettshop in den Innenstädten sichtbar ist. Lastschrift ist auch im Onlinebereich die Methode, die den Wechsel zwischen Filiale und Konto nahtlos macht.
Verdikt: Der Standard für Spieler, die einen Anbieter mit hoher Marktdurchdringung, stationärem Netz und deutscher Lizenz suchen. Tipico ist im Massenmarkt das, was andere Marken in der Nische sind. Die EuGH-Vorlage zur Rückforderung alter Verluste (BGH Az. I ZR 90/23) zeigt, dass auch Marktführer vor Gericht stehen, sie ist aber kein Argument gegen den Anbieter, sondern Teil der Marktgeschichte.
Häufige Fragen zu Wettanbietern mit Lastschrift
Kann ich bei einem Wettanbieter per Lastschrift einzahlen?
Ja, alle zehn in dieser Übersicht aufgeführten Anbieter akzeptieren SEPA-Lastschrift als Einzahlungsmethode. Voraussetzung ist ein deutsches Girokonto auf den eigenen Namen, die Einzahlung wird innerhalb von ein bis zwei Werktagen nach Mandatserteilung und Vorabankündigung gutgeschrieben.
Wie lange habe ich Zeit, eine nicht autorisierte SEPA-Lastschrift zurückzufordern?
Bei einer nicht autorisierten SEPA-Lastschrift, also einem Einzug ohne gültiges Mandat, kann der Spieler die Erstattung innerhalb von 13 Monaten nach der Belastung verlangen. Die Bank muss den Betrag spätestens einen Tag nach der Mitteilung zurückerstatten. Bei einer autorisierten Lastschrift mit gültigem Mandat gilt eine kürzere Frist von acht Wochen.
Wann erlischt ein SEPA-Lastschriftmandat, wenn es nicht genutzt wird?
Ein SEPA-Lastschriftmandat erlischt, wenn es 36 Monate lang nicht genutzt wurde. Wer nach einer längeren Pause wieder einzahlen will, muss vor der nächsten Einzahlung ein neues Mandat erteilen. Die 36-Monats-Frist beginnt mit dem letzten erfolgreichen Einzug, nicht mit der Mandatserteilung.
Wie wirkt sich das 1.000-€-Monatslimit auf Lastschrift-Einzahlungen aus?
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter auf der Whitelist. Lastschrift-Einzahlungen zählen vollständig in dieses Limit, eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Anbieter können für einzelne Spieler höhere Limits einrichten, wenn diese ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, eine Selbsterklärung reicht nicht.
Zählt eine Lastschrift-Einzahlung für den Willkommensbonus?
Bei den meisten lizenzierten Anbietern zählt die Lastschrift-Einzahlung für den Willkommensbonus, einige Anbieter schließen einzelne Methoden vom Bonus aus. Die genauen Bedingungen stehen in den AGB des Anbieters und sind vor der Einzahlung zu prüfen, insbesondere die Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist für die Erfüllung der Umsatzbedingungen.
Wie prüfe ich, ob ein Anbieter mit Lastschrift auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist auf der Webseite der GGL veröffentlicht. Die Prüfung erfolgt über den Anbieternamen oder die Domain. Stand 02.10.2026 listet die Whitelist 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Wer nicht auf der Liste steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis und fällt nicht unter die Schutzmechanismen des GlüStV.
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