Mobile Wettanbieter 2026: Welche Apps in Deutschland erlaubt sind und was sie leisten

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland mit dem Smartphone wettet, wettet am Ende bei einer von wenigen erlaubten Marken, und der Unterschied zwischen einer legalen App und einer beliebten ist nicht die Optik, sondern die Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Was danach kommt, ist eine Frage der Bedienung, der Quoten und der Funktionen, die man unterwegs tatsächlich nutzt.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Aktualisiert am 17. Oktober 2026 · Stand der GGL-Whitelist: 2. Oktober 2026.

Verantwortungsvolles Wetten in der App: dieselben Regeln wie am Rechner

Die App ändert nichts an dem, was die App vom Wettanbieter verlangt. Eine Altersprüfung steht am Anfang, eine Identitätsprüfung spätestens vor der ersten Auszahlung. Wer in Deutschland mit deutschem Personalausweis wettet, hinterlässt Spuren, die das LUGAS-System quer über alle Anbieter hinweg zusammenführt, und genau diese Querverbindung macht das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat zu einem Limit, das nicht jeder Anbieter allein setzt, sondern das die Limitdatei aller Anbieter zusammen beobachtet.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Wer sich beim Anbieter A 800 € holt, hat beim Anbieter B nur noch 200 € im selben Monat. Die Logik dahinter ist einfach: das Limit gilt pro Person, nicht pro App, und wer es umgehen will, muss sich an Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wenden. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im September 2026 noch einmal ausdrücklich vor Angeboten ohne diese Erlaubnis gewarnt.

Zwei Sicherungen greifen unabhängig vom Gerät. OASIS ist das Sperrsystem, das bei jeder Anmeldung und bei jedem Login geprüft wird, und wer dort einmal eingetragen ist, wird bei allen Anbietern abgewiesen. Eine Selbstsperre, die der Spieler selbst beantragt, dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Wer ohne Sperre unterwegs merkt, dass er lieber sofort aufhören möchte, findet in jeder legalen App einen Panikbutton, der den Zugang für 24 Stunden blockiert. Beide Mechanismen kennen kein App- und kein Browser-Format, sie kennen nur ein Konto und eine Person.

Dazu kommt: nur ein Konto pro Anbieter mit voller Verifizierung, nur Zahlungen von einem Konto, das auf den eigenen Namen läuft, kein anonymes Zahlungsmittel, und Auszahlungen des Guthabens binnen fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühr. Das ist die Grundausstattung, mit der jede seriöse App startet, und an der sich misst, was ein Anbieter darüber hinaus anbietet.

Mobile Wetten: was eine App heute leisten muss

Wer unterwegs wettet, sieht die Wettplattform zuerst durch die Finger. Eine App, die auf dem Wettkonto 600 € Guthaben anzeigt, aber zwei Sekunden zum Wettschein braucht, ist im Stadion oder im Bus verloren. Drei Dinge entscheiden, wie sich eine Wettanbieter-App auf dem Smartphone anfühlt, und sie sind keine Geschmacksfrage.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der Wettschein. Der wichtigste Bildschirm jeder Wett-App ist nicht die Startseite mit den Live-Spielen, sondern der Schein, in den man Auswahl, Einsatz und Quote einträgt. Wenn der Wettschein sich erst nach mehrmaligem Tippen öffnet, wenn man nach dem Bestätigen noch einmal eine Seite zur Bestätigung bekommt, oder wenn man als angemeldeter Nutzer die Höhe des Einsatzes nicht ändern kann, ohne den Schein neu aufzubauen, dann verliert die App Livewetten. Cash Out, also das vorzeitige Auswerten einer offenen Wette, sitzt entweder prominent im Schein oder ist in der Praxis nicht erreichbar.

Ladezeit und Übersicht. Eine Wett-App lädt Märkte aus einem Wettprogramm, das mitunter mehrere hundert Fußballspiele pro Tag enthält, und sie muss aus diesem Volumen das Wesentliche filtern. Eine Liga am Rechner zu durchsuchen, ist eine Sache; auf einem Bildschirm, der fünf Spiele zeigt, muss man in zwei Wischgesten beim Lieblingsverein sein. Auch die App-Größe selbst ist nicht egal: Wer Speicherplatz sparen will, weicht auf die mobile Webseite aus, und die unterscheidet sich je nach Anbieter deutlich von der App im Funktionsumfang.

Sicherheit. Einzahlungen per Face ID oder Fingerabdruck klingen nach Komfort, sind aber vor allem ein zweiter Faktor, den ein Dieb mit einem gestohlenen Passwort allein nicht überwindet. Anbieter, die diese Funktion anbieten, nehmen Sicherheit mit, ohne sie zu bewerben.

Wer bei der Wahl einer Wett-App auf dem Punkt kommt, sollte drei Fragen mitbringen, die mehr sagen als jede Werbung: Wer zeigt Cash Out, wer zeigt Live-Video, und wer zeigt Cash Out auch in der Kombiwette. Was die App-Store-Beschreibungen der hier verglichenen Anbieter dazu sagen, steht im Abschnitt „Top-10: mobile Wettanbieter in Deutschland“.

Top-10: mobile Wettanbieter in Deutschland

Die folgenden zehn Anbieter stehen auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und sind deshalb die einzigen zehn, die in Deutschland legal Sportwetten per App anbieten dürfen. Die Tabelle ordnet sie nach dem Datum der ersten GGL-Sporterlaubnis, vom ältesten bis zum jüngsten Erlaubnisinhaber; sie ist keine Rangordnung der App-Qualität. Welche Stärken und Schwächen die einzelnen Apps in der Praxis haben, steht in der Anbieterbesprechung darunter.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Inhaber der Erlaubnis Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Whitelist gelistet (Stand 2.10.2026) Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Was die Erlaubnis alles umfasst, ist eine Frage, die in jedem Einzelfall unterschiedlich ausgeht: nur die hier genannten .de-Domains dürfen Sportwetten vermitteln, und eine Marke, die daneben Slots, Poker oder Casino anbietet, hat dafür eine eigene Erlaubnis mit eigenen Regeln. Eine App, die in der einen Sektion glänzt, kann in einer anderen schwach sein.

NEO.bet

NEO.bet ist unter den ersten Wettanbietern, die 2020 eine deutsche Erlaubnis erhielten, und die App bringt genau die Funktionen mit, die ein Sportwetter auf dem Smartphone sucht: Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout, jeweils aus der App-Beschreibung des App Store. Der Anbieter ist die Greenvest Betting Limited, und die App selbst beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz. Der Vorteil von NEO.bet liegt in der Schlichtheit, die App ist keine Spielwiese, sondern auf das Wetten reduziert. Wer auf dem Smartphone nicht zwischen Slots, Casino und Sport wechseln will, sondern nur Sport sucht, findet hier eine der aufgeräumtesten Oberflächen.

Betway

Die Betway-App nennt im App Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited mit Sitz in London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“; angeboten werden Live-Wetten und Livestreams. Was Betway auszeichnet, ist die Breite des Wettprogramms, die man vor allem in der App antrifft, wenn man sich einmal durch die Vorauswahl getippt hat. Wer mit dem Handy Fußball, Tennis und die US-Sportligen in einer App bündeln will, ist hier richtig.

Tiptorro

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited in Malta angeboten, die sich als von der GGL beaufsichtigter Sportwettveranstalter beschreibt. Tiptorro ist eine Marke, die in der deutschen Wettlandschaft vor allem mit Quotenhöhe wahrgenommen wird, und genau diese Stärke kommt in der App zum Tragen, wenn man vor dem Spiel die Quoten vergleicht. Wer eine App sucht, die ohne Schnörkel Quote anzeigt, ist hier gut aufgehoben.

ODDSET

ODDSET ist die Marke der staatlichen Lotteriegesellschaften, geführt von der Oddset Sportwetten GmbH, die das Angebot seit dem 1. Januar 2020 selbst veranstaltet; online ist ODDSET seit Anfang 2023 über die App und die Webseite erreichbar. ODDSET ist in der Logik näher an einer Lotto-Annahme als an einem reinen Wettanbieter, was sich in der App in einer zurückhaltenden Oberfläche niederschlägt. Wer das gewohnte Annahmestellen-Gefühl auf dem Smartphone sucht, ohne auf eine App-Erlaubnis zu verzichten, findet hier den direktesten Weg.

VBet

VBet trägt die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, als Veranstalterin, und die GGL führt die Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist unter den jüngeren Erlaubnisinhabern in Deutschland und punktet nach eigenen Angaben mit einer tiefen Märkteauswahl, die in der App vor allem dann sichtbar wird, wenn man ein einzelnes Spiel öffnet und die Anzahl der verfügbaren Linien pro Begegnung ansieht. Wer das Spiel bis in die Spielstatistik verfolgen will, ist hier richtig.

Sportwetten.de

Die Sportwetten-App von Sportwetten.de bringt eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion mit, dazu einen Live Match Tracker, PayPal als Einzahlungsmethode und Anmeldung per Face ID, hinter der App steht die NetX Betting Limited. Was Sportwetten.de auszeichnet, ist das Bündel an Funktionen, das unter „mobile Wett-Apps mit allen Komfortmerkmalen“ zusammenkommt: Cashout, Biometrie, PayPal. Wer eine All-in-One-App sucht und mit einer jüngeren Marke leben kann, liegt hier richtig.

Interwetten

Die Interwetten-App wird im App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten und wirbt mit Cash-Out sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Interwetten gehört zu den Anbietern, die im deutschen Markt eine lange Historie haben, und die App trägt diese Historie in einer großen Auswahl an Wettmärkten. Wer ein bestimmtes Spiel sucht und nicht nur die Standardmärkte, sondern auch asiatische Handicaps und Spezialwetten durchblättern will, ist hier gut aufgehoben.

MERKUR BETS

MERKUR BETS bietet den Cashout nach Abgabe der Wette jederzeit an; in der App erreicht man ihn unter „Meine Wetten“ über einen gelben Cashout-Button. Der Betrag wird allerdings erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Die App ist kostenlos, nennt selbst „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und bündelt in derselben App auch MERKUR SLOTS. Für wen MERKUR BETS die richtige Wahl ist, hat einen einfachen Test: wer Sportwetten und Spielautomaten aus einer Hand will, ohne zwischen zwei Apps zu wechseln, hat hier seinen Anbieter.

888sport

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis hält die 888 Germany Limited. 888sport ist die Sportwetten-Marke hinter einem Anbieter, der auch Casino und Poker betreibt, und diese Bündelung spiegelt sich in der App: wer mit einem Konto Casino, Poker und Sport bedient, hat hier den kürzesten Weg. Wer nur Sport will, bekommt eine App, die mitunter mehr Menüpunkte mitbringt, als er braucht.

bpremium

Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799. bpremium ist die deutsche Marke eines der ältesten Wettunternehmen Europas, und die App trägt diesen Hintergrund in einer Marke, die ohne viel Marketing-Lärm auftritt. Wer eine App sucht, die sich auf das Wesentliche konzentriert, ohne sich an einen Anbieter zu binden, der parallel ein Casino betreibt, ist hier richtig.

Mobile Wetten: was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland gilt für die App genauso wie für den Browser und das Wettbüro, und wer das eine versteht, versteht das andere mit. Die Erlaubnis steht am Anfang, die Schutzregeln stehen in der Mitte, und am Ende steht die Frage, was am Bildschirm überhaupt gewettet werden darf.

Die Erlaubnis erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), und die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet beruht auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die einzige amtliche Quelle, an der sich eine Erlaubnis prüfen lässt, ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 desselben Vertrags, deren Stand vom 2. Oktober 2026 30 Einträge zählt, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis und drei reine Pferdewett-Anbieter. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nicht das Ende, und wer auf der Liste steht, dessen .de-Domain darf Sportwetten vermitteln, andere Domains desselben Anbieters nicht.

Was am Bildschirm gewettet werden darf, regelt § 21 GlüStV. Erlaubt sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin, einzeln oder in Kombination, und zwar nur in den Wettarten, die die GGL freigegeben hat. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 nur während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis oder auf den nächsten Tore, das nächste Spiel, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, wozu die GGL Fußball unterhalb der 3. Liga zählt, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder ihre Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt. Auf E-Sport kann in Deutschland nicht gewettet werden, weil die GGL E-Sport nicht als Sport anerkennt; virtuelle Sportarten sind im Markt nicht etabliert, eine Aussage zu ihrer Rechtmäßigkeit wäre an dieser Stelle Spekulation. Cash Out ist im Gesetz nicht geregelt, es ist eine Funktion des Anbieters, die er nach eigenen Regeln anbietet, und Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Was den Spielerschutz angeht, gilt die volle Verifizierung mit einem Konto pro Anbieter nach § 6a, ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg nach § 6c Abs. 1, das über die Limitdatei von LUGAS quervernetzt ist, parallel laufende Wetten sind nach § 6h untersagt, und die Aktivitätsdatei von LUGAS überwacht, dass niemand gleichzeitig bei mehreren Anbietern spielt. Die einzige Ausnahme vor der Verifizierung: ein Anbieter darf 72 Stunden lang Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen, Auszahlungen sind in dieser Phase ausgeschlossen. OASIS nach §§ 8, 8a ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login geprüft wird, und der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Wer ohne Erlaubnis wettet, hat weder OASIS noch LUGAS noch den Panikbutton auf seiner Seite, und genau das ist der Punkt, an dem die Whitelist zur Pflicht wird.

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie ein Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung, und genau deshalb schweigt diese Seite an dieser Stelle, weil eine Aussage über die Weitergabe für den konkreten Anbieter nur aus dessen eigenen Bedingungen kommen kann. Wer dort liest, ob die Steuer vom Einsatz abgezogen, vom Gewinn abgezogen oder vom Anbieter getragen wird, liest eine Anbieterbedingung und keine Marktgröße.

Für Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gilt: anbieten ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel, eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung, und die GGL hat im September 2026 noch einmal vor genau solchen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich ist das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, das Werben nach § 5 Abs. 7 mit bis zu einem Jahr, und die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten. Strafverfahren gegen einzelne Spieler sind in der Praxis nicht etabliert, weder als Beruhigung noch als Drohung. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt, der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Gerichtshof der Europäischen Union vorgelegt (Az. I ZR 90/23), und der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, dass ein Anbieter ohne Erlaubnis verlorene Einsätze zurückzahlen muss. Kein Leser kann aus dieser Linie einen Anspruch ableiten, weil jeder Fall anders liegt, und genau deshalb endet dieser Absatz an dieser Stelle.

Werbung für Sportwetten unterliegt eigenen Regeln nach § 5 GlüStV: Werben dürfen nur Inhaber einer Erlaubnis, Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal ist verboten, Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären ist verboten, und Provisionen für Affiliate-Partner dürfen nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz bemessen werden. Der Werbeblock zwischen 6 und 21 Uhr, der Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele betrifft, gilt ausdrücklich nicht für Sportwetten, und ein Bonus oder eine Gratiswette ist im GlüStV nicht geregelt, weder in der Höhe noch in den Umsatzbedingungen.

Livewetten auf dem Smartphone: was die App zeigen darf

Livewetten sind das, was die Wett-App vom Browser am Rechner unterscheidet, und sie sind der Bereich, in dem das deutsche Recht die meisten Einschränkungen mitbringt. Eine Livewette ist nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis eines laufenden Ereignisses erlaubt oder auf eine seltene Komponente wie das nächste Tor im Fußball, das nächste Spiel im Tennis oder den nächsten Satz. Wer in der App nach dem nächsten Punkt im Tennis oder dem nächsten Korb im Basketball sucht, sucht etwas, das der Anbieter in Deutschland gar nicht anbieten darf, und genau hier macht sich die Lizenz am stärksten bemerkbar.

Wer auf dem Smartphone trotzdem live wetten will, sollte zwei Dinge prüfen, bevor er sich an einen Anbieter bindet: zeigt die App Cash Out auch in der laufenden Wette, und zeigt sie ein Live-Tracking, also visuelle Spielstände, ohne dass ein Video-Stream läuft. Das Live-Tracking gehört zum Pflichtprogramm einer seriösen Livewetten-App, und Cash Out, also das vorzeitige Auswerten, gehört zum Komfort. Die Frage, ob Cash Out nur vollständig oder auch teilweise verfügbar ist, ist eine Funktion, die jeder Anbieter anders beantwortet. Was die App-Store-Beschreibungen der hier verglichenen Anbieter dazu sagen, ist im jeweiligen Anbieterabschnitt oben zu lesen.

Mobile Boni und Gratiswetten: was die Werbung verschweigt

Die Werbung der Wettanbieter ist voll von Gratiswetten, Willkommensboni und „boosted odds“. Was sie nicht erzählt, ist der zweite Teil, und der entscheidet, ob ein Bonus ein Bonus ist oder eine Mogelpackung. Drei Begriffe lohnen sich genauer.

Eine Gratiswette ist eine Wette, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird, wenn sie gewinnt. Wer 10 € als Gratiswette auf eine Quote von 2,50 setzt, bekommt im Erfolgsfall 25 € ausgezahlt, nicht 35 €. Der Wert der Gratiswette ist die Quote minus 1, multipliziert mit dem Einsatz, geteilt durch die Quote, multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes, auf den sie gesetzt wird, und liegt damit fast immer unter dem Nominalwert.

Ein Einzahlungsbonus verdoppelt die Einzahlung bis zu einem bestimmten Betrag, und er ist an Umsatzbedingungen gebunden, die der Anbieter in seinen Bedingungen festhält. Wer 100 € einzahlt und einen 100 %-Bonus bekommt, hat 200 € auf dem Konto, von denen ein vorgegebener Betrag mehrfach zu einem Mindestpreis umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ohne diese Bedingungen ist der Bonus ein Geschenk, mit ihnen ist er ein Darlehen mit Bedingungen.

Eine „risikofreie“ Wette ist meist eine Gratiswette, die zurückkommt, wenn die Wette verliert, und sie kommt als Gratiswette zurück, nicht als Echtgeld. Der Reiz des „risikofrei“ verflüchtigt sich, sobald die Wette verliert, weil aus dem verlorenen Echtgeld eine Gratiswette mit denselben Bedingungen geworden ist.

Wer einen Bonus annimmt, sollte die drei Zahlen kennen, die in den Bedingungen stehen: die Umsatzanforderung, die Mindestquote und die Frist. Eine typische deutsche Umsatzanforderung liegt im einstelligen Bereich des Bonus, eine Mindestquote zwischen 1,50 und 2,00, und die Frist liegt zwischen 7 und 30 Tagen. Wer unterwegs ist und auf dem Smartphone spielt, sollte die Frist im Blick behalten, weil sie unabhängig vom Gerät läuft.

Ob ein Anbieter einen mobilen Bonus anbietet, der sich vom normalen Willkommensangebot unterscheidet, hängt vom Anbieter ab. Der GlüStV enthält keine Regelung, die einen mobilen Bonus vorschreibt, verbietet oder deckelt, und ein Anbieter, der mit einem eigenen App-Bonus wirbt, hat ihn als Marketinginstrument und nicht als Pflicht geschaffen.

Zahlungsmethoden in der mobilen Wett-App

Welche Zahlungsmethoden eine Wett-App akzeptiert, ist eine Anbieterfrage und keine Marktfrage, und die einzige Regel, die quer durch den Markt gilt, ist die nach § 6b Abs. 4 GlüStV: nur Zahlungskonten auf den eigenen Namen, anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind deshalb in jeder legalen deutschen Wett-App kein Thema, und genau das schließt einen Teil der Anbieter, die international mit Krypto werben, schon vor der Frage der Erlaubnis aus.

Was übrig bleibt, sind die üblichen Verdächtigen: Banküberweisung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung, Klarna, paysafecard, Apple Pay und Google Pay, und in Einzelfällen Anbieter-eigene Bargeldlösungen über eigene Shops. Welche davon in der App verfügbar sind, sagt die App-Beschreibung des Anbieters, und wer unsicher ist, sollte vor der Einzahlung prüfen, ob die bevorzugte Methode für Ein- und Auszahlung verfügbar ist, weil einige Anbieter bei der Auszahlung einen anderen Weg nehmen als bei der Einzahlung.

Was die Frist angeht, gilt nach § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV, dass das Guthaben auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto liegt und bei Kontoschließung binnen fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt wird. Wer unterwegs ist und sein Konto schließen will, sollte diesen Weg mit der Biometrie-Funktion der App verknüpfen, weil die Verifizierung im Zweifel der Schritt ist, der die Auszahlung verzögert.

Der Vergleich auf einen Blick: was zählt, wenn die App entscheidet

Die App ist die Art, wie der Wettanbieter seine Stärken verkauft, und die Erlaubnis ist die Art, wie er sie verbrieft. Wer eine App auswählt, sollte nicht auf den Werbetext hören, sondern auf vier Funktionen achten, die in den Anbieterbeschreibungen oben auftauchen: Cash Out, Live-Tracking, Biometrie und Teil-Cashout. Was die App darüber hinaus kann, ist eine Frage des Anbieters, und genau hier hilft der Blick in die App-Beschreibung.

Wer mit kleinen Einsätzen spielt und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat voll ausnutzt, sollte die Teil-Cashout-Funktion priorisieren, weil sie den Verlust eines laufenden Scheins bremst. Wer in den Live-Märkten unterwegs ist, sollte die Latenz zwischen Ereignis und Quote prüfen, und wer auf Reisen wettet, sollte prüfen, ob die App das Live-Video auch in einem schlechten Netz stabil hält. Beide Fragen lassen sich in keiner Tabelle beantworten, sondern nur in der App selbst.

Die hier verglichenen zehn Anbieter haben gemeinsam, dass sie auf der Whitelist stehen, was die App zur Nebensache macht, wenn es um die Frage geht, ob sie legal ist. Was sie unterscheidet, ist die Marke dahinter, die Funktionen in der App und die Bündelung mit anderen Spielformen, und genau dort beginnt die persönliche Wahl. Wer nur Sport will, hat eine kürzere Liste; wer Sport und Casino aus einer Hand will, hat eine andere. Der Abschnitt „Top-10: mobile Wettanbieter in Deutschland“ ist die Grundlage, die dort folgenden Anbieterbesprechungen sind das Detail, und die App selbst ist der einzige Test, der am Ende zählt.

Häufige Fragen zu mobilen Wettanbietern in Deutschland

Woran ist erkennbar, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Eine App hat genau dann eine deutsche Erlaubnis, wenn die Domain, auf der sie wettet, in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige amtliche Quelle für diese Prüfung, und sie führt pro Eintrag den Erlaubnisinhaber, die erlaubte Domain und das Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist nichts, und eine Malta-Lizenz hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung.

Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch bei Wetten per App?

Ja, beide Mechanismen greifen unabhängig vom Gerät. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt nach § 6c Abs. 1 GlüStV quer über alle Anbieter hinweg und wird über die Limitdatei von LUGAS überwacht. OASIS wird nach §§ 8, 8a GlüStV bei Registrierung und Login geprüft, und eine bestehende Sperre gilt bei allen Erlaubnisinhabern gleichzeitig.

Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt, und was ist ausgeschlossen?

Erlaubt sind Livewetten auf das Endergebnis eines laufenden Ereignisses und auf seltene Komponenten wie das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis. Ausgeschlossen sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball und auf andere Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse häufig sind. Ebenfalls ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, wozu Fußball unterhalb der 3. Liga zählt.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“, umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet. Ob und wie ein Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung und steht in seinen Bedingungen; ein einheitlicher Marktwert existiert nicht. Wer wissen will, wie die Steuer bei seinem Anbieter wirkt, liest in dessen AGB den Abschnitt zur Wettsteuer.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps üblicherweise zur Verfügung, und welche Regel gilt für das Konto?

Üblich sind Banküberweisung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung, Klarna, paysafecard, Apple Pay und Google Pay; welche Methoden ein Anbieter konkret anbietet, steht in seiner App-Beschreibung. Die einzige marktweite Regel steht in § 6b Abs. 4 GlüStV: das Zahlungskonto muss auf den eigenen Namen laufen, und anonyme Zahlungsmittel wie Kryptowährungen sind ausgeschlossen.

Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?

Ob ein Anbieter einen mobilen Bonus anbietet, hängt vom Anbieter ab, der GlüStV enthält keine Regelung dazu. Was die Werbung verschweigt, sind die drei Zahlen, die in den Bedingungen stehen: die Umsatzanforderung, die Mindestquote und die Frist. Eine typische Umsatzanforderung liegt im einstelligen Bereich des Bonus, die Mindestquote zwischen 1,50 und 2,00, und die Frist zwischen 7 und 30 Tagen.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichhub.com»