Afrika-Cup Wetten: Anbieter, Quoten und was sich 2026 wirklich wetten lässt

Updated Oktober 2026
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Wer nach „Afrika-Cup Wetten 2026“ sucht, stößt auf ein Datum, das kein Turnier trägt. Im Veröffentlichungsjahr findet kein Afrika-Cup statt; die letzte Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Genau das verschiebt den Blick: weg von „auf wen tippe ich im Finale“ hin zu der Frage, welche Wettarten ein Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System überhaupt hergibt, wie Anbieter mit Verlängerung und Elfmeterschießen umgehen, was die deutsche Erlaubnis kostet — und was eine Quote tatsächlich übrig lässt, nachdem der Buchmacher seine Marge eingepreist hat.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Stand der Daten: 17. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Was der Afrika-Cup 2025 zeigt — und warum 2026 kein Austragungsjahr ist

Der Afrika-Cup folgt seit 2019 einem Vier-Jahres-Rhythmus mit 24 Mannschaften. Die Ausgabe 2025 wurde vom Sommer auf den Jahreswechsel verlegt, weil die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 denselben Sommer blockierte; das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF dasselbe Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer eine Wette auf den Turniersieger platziert hatte, sieht hier, warum Endresultate bei afrikanischen Verbandsturnieren nachgereicht werden können — und warum die Wettquote auf den Sieger bei Turnierende selten die letzte Information ist.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria im Elfmeterschießen gegen Ägypten durch. Die Strukturen, die diese Wetten tragen — Sechs Vierergruppen, Weiterkommen der Ersten und Zweiten plus die besten vier Gruppendritten, anschließend K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen —, bleiben für die Ausgabe 2027 gleich, in Kenia, Tansania und Uganda. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Wer also im Vorfeld auf den Sieger, den Gruppensieger oder das Weiterkommen einer Mannschaft setzen will, braucht ein Wettprogramm, das diese Märkte überhaupt anbietet; ein „Afrika-Cup 2026“ als Turniername existiert nicht.

Die Wettformen, die ein Kontinentalturnier trägt

Bei einer Endrunde mit 24 Mannschaften, sechs Gruppen und einem weiten K.-o.-Baum wachsen die Wettmärkte über die Bundesliga-Standards hinaus. Drei Ebenen prägen das Angebot:

Turnier- und Dauerwetten. Sieger des Turniers, Gruppensieger, „kommt eine Mannschaft ins Halbfinale“, „erreicht das Finale“ — Wetten, die über Wochen offen stehen und deren Quoten sich mit jeder Partie neu justieren. Der Buchmacher kalkuliert hier gegen die echte Wahrscheinlichkeit, dass eine Mannschaft vier bis sieben Spiele übersteht; je länger der Weg, desto stärker kompensiert er Verletzungen, Sperren und Lospech. Eine Wette auf den Sieger afrika-cup wetten sieger wird in der Regel mit jeder Runde kürzer angeboten, weil die Zahl der verbliebenen Mannschaften sinkt.

Spielwetten pro Partie. Drei-Wege-Wette auf das Spiel (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg), Doppelte Chance, Über/Unter Tore, Handicap, beide Teams treffen, Halbzeit/Endstand. Live-Wetten kommen hinzu, sobald das Spiel läuft — in Deutschland nur auf das Endergebnis, das nächste Tor oder in Sportarten mit seltenen Punktgewinnen auf das nächste Element; „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball ist nach der GGL-Praxis nicht erlaubnisfähig.

Torschützen- und Ereigniswetten. Torschützenkönig, „erster Torschütze“, „jederzeit Torschütze“, „Elfmeter verwandelt ja/nein“. Diese Märkte sind bei Großturnieren am dünnsten besetzt, weil die Kader erst spät feststehen und Buchmacher das Verletzungsrisiko einkalkulieren; die Quote ist deshalb häufig höher als die echte Trefferwahrscheinlichkeit, aber das gilt für beide Seiten.

Ein letzter Punkt zur Mechanik: Wetten auf K.-o.-Spiele werden in Deutschland üblicherweise auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit abgeschlossen. Verlängerung und Elfmeterschießen zählen nur, wenn der Anbieter den Markt ausdrücklich als „inklusive Verlängerung“ führt — was bei Turniersiegerwetten Standard ist, bei Gruppenspielen entfällt, weil es dort keine Verlängerung gibt. Wer auf „Senegal gewinnt das Finale“ setzt, meint in der Regel das Ergebnis inklusive Verlängerung; wer auf „Marokko gewinnt“ setzt, nachdem die CAF das Spiel nachträglich mit 3:0 gewertet hat, hat Pech, weil Buchmacher in der Regel die Wettauswertung an die offizielle Spielwertung anpassen, sobald die endgültig feststeht.

Der Afrika-Cup 2027: was sich für Tipper ändert

Die nächste Ausgabe beginnt am 19. Juni 2027 und endet mit dem Finale am 17. Juli 2027; gespielt wird in Kenia, Tansania und Uganda. Erst die gemeinsame Austragung dreier Länder — ein Novum in der Turniergeschichte — wirft eine Wettfrage auf, die bei Einzelausgaben nie auftaucht: Wie behandeln Buchmacher Spiele, bei denen ein neutraler Austragungsort weder Heimvorteil noch Reisekosten kompensiert? Die Quoten werden zeigen, ob Anbieter das modellieren oder ob sie die Heimstärke pauschal zuschlagen.

Wichtiger für die Wettpraxis: Der Qualifikationswettbewerb beginnt für 54 gemeldete Mannschaften deutlich vor Turnierbeginn, und die meisten Wettanbieter werden bereits Monate vorher Langzeitmärkte auf den Sieger und das Erreichen bestimmter Runden anbieten. Wer früh einsteigt, sichert sich die höheren Quoten, trägt aber das Risiko einer verletzungsbedingten Absage, einer kurzfristigen Suspendierung oder einer Trainerentlassung. Wer spät einsteigt, sieht das verkleinerte Feld und zahlt dafür niedrigere Quoten.

Parallel gilt: Ab 2028 soll der Afrika-Cup nur noch alle vier Jahre stattfinden — eine Anpassung an den internationalen Turnierkalender. Das verschiebt das Wettfenster. Wer ein Kontinentalturnier im zweijährigen Rhythmus gewohnt war, muss sich auf längere Pausen einstellen, in denen nur Qualifikationsspiele und Freundschaftsspiele als Wettgrundlage bleiben.

Wettquoten und Marge: was eine 2,10/3,40/3,60 wirklich bedeutet

Eine Wettquote ist kein Zufallswert. Sie entsteht, indem der Buchmacher die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge schätzt, sie auf unter 100 % summiert und die Differenz als Marge einbehält. Was übrig bleibt, ist die Auszahlungsquote, der Quotenschlüssel. Sie entscheidet darüber, wie viel von jedem eingesetzten Euro an die Wettenden zurückfließt — der Rest ist Buchmachererlös.

Nehmen wir ein illustratives 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Die reziproken Quoten ergeben:

Summiert ergibt das rund 1,0481. Die Auszahlungsquote liegt damit bei 1 ÷ 1,0481 ≈ 95,4 %. Die Marge dieses Marktes beträgt 100 % − 95,4 % = 4,6 %.

Das ist der Wert, mit dem jeder Wettende rechnen muss, bevor eine Analyse des Spiels überhaupt beginnt. Bei 4,6 % Marge fließen von 100 € Einsatz im Durchschnitt 95,40 € zurück. Bei einem ausgewogeneren Markt mit 2,30/3,20/3,20 läge die Marge höher, bei einem Favoritenmarkt mit 1,45/4,20/7,50 niedriger. Die Marge schwankt von Anbieter zu Anbieter, von Markt zu Markt, von Sportart zu Sportart — und sie ist das, was Marketingaussagen wie „beste Quote“ nie direkt beziffern.

Was das in Euro bedeutet. Wer 10 € auf den Heimsieg zur Quote 2,10 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 21 € brutto, also 11 € Nettogewinn. Wer den gleichen 10-€-Einsatz auf das Unentschieden zur Quote 3,40 setzt, gewinnt 34 € brutto. Wer parallel 10 € auf den Auswärtssieg zur Quote 3,60 setzt, gewinnt 36 € brutto. Insgesamt riskiert er 30 €; die Summe der Auszahlungen im Erfolgsfall liegt bei 91 €. Die Lücke zu 100 € Auszahlung — 9 € — ist die Marge des Marktes in absoluten Zahlen, verteilt auf die 30 € Einsatz.

Der Buchmacher verliert kein Geld, wenn er richtig kalkuliert: Die Marge wird über alle Wetten auf diesen Markt hinweg realisiert, nicht pro einzelnem Wettschein. Wer dauerhaft wettet, zahlt diese Marge auf jeden Euro, den er setzt. Wer kurz und gezielt auf einzelne Spiele wettet, sieht die Marge nur in der langen Frist. Genau deshalb ist die Marge der Kennwert, an dem Buchmacher-Qualität gemessen werden sollte, nicht die einzelne Quote.

Rechtslage: wetten nur bei Anbietern mit GGL-Erlaubnis

In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021, wer Sportwetten anbieten darf. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8. Wer in Deutschland legal auf den Afrika-Cup wetten will, muss einen Anbieter nutzen, dessen Domain auf dieser Whitelist steht. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Malta-Lizenz oder Curaçao-Lizenz ist hier irrelevant.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der Snapshot der Whitelist vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Die Erlaubnis wird in der Regel für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV); auf der Whitelist stehen nur die Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Jede Folgearlaubnis ersetzt die vorherige, ohne dass die Whitelist einen Wechsel markiert.

Was nur die Whitelist klärt: Welche Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis steht. Der Inhaber darf daneben weitere Erlaubnisse haben — etwa für virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele oder Online-Poker —, die mit völlig anderen Regeln verbunden sind. Wer die Whitelist-Eintragung „AdmiralBet“ mit der Spielautomaten-Lizenz verwechselt, missdeutet die Reichweite der Erlaubnis.

Was auf der Whitelist nicht steht: Anbieter mit Sitz in Malta, Curaçao oder Anjouan, die in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis agieren. Sie fallen unter § 4 Abs. 1 GlüStV und betreiben unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer dort wettet, hat keinen Zugriff auf OASIS, keine LUGAS-gestützte Einzahlungsbegrenzung, keine deutsche Rechtsdurchsetzung.

Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) hat Generalanwalt Nicholas Emiliou die Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Kein laufendes Verfahren garantiert einem einzelnen Spieler die Rückzahlung; die Linie zeigt nur, dass die zivilrechtliche Karte in Deutschland funktioniert.

Die Sportwettensteuer: 5,3 %, die nicht jeder zahlt

Die Sportwettensteuer ist eine eigene Größe. Sie wird nach §§ 16-25 RennwLottG erhoben und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Praktisch sind das rund 5,03 % des eingesetzten Betrags, weil 5,3 / 105,3 ≈ 0,0503. Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst — entweder über die Quote (geringere Auszahlung) oder über den Auszahlungsbetrag (geringerer Nettogewinn).

Wer eine Wette zur Quote 2,10 mit 100 € Einsatz platziert, gewinnt im Erfolgsfall 210 € brutto. Zieht der Anbieter die Steuer von der Auszahlung ab, fließen 210 € × (1 − 0,0503) ≈ 199,43 € an den Spieler; zieht er sie bereits von der Quote ab, sinkt die angezeigte Quote vor dem Klick. Welche Variante ein Anbieter wählt, steht in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen — und ist einer der wenigen greifbaren Unterschiede zwischen Buchmachern mit identischem Marktangebot.

Wer die Steuer nicht zahlen will, weil der Anbieter sie nicht an die Kunden weitergibt, sollte prüfen, ob die Whitelist-Erlaubnis dadurch nicht in Frage steht: Die Erlaubnis ist unabhängig von der Steuerweitergabe. Was die Steuer nicht ist: ein Beweis für eine Lizenz. Auch ein nicht zugelassener Anbieter kann Steuer abführen, ohne dadurch erlaubt zu sein.

Verantwortliches Wetten: was das Turnierfenster zur Belastung macht

Kontinentalturniere bündeln Spiele, Entscheidungen und Quotenbewegungen in wenigen Wochen. Wer auf Sieger, Gruppensieger oder Torschützenkönig setzt, sitzt vor vier bis sieben Spielen pro Mannschaft in drei bis vier Wochen; wer parallel auf Einzelspiele wettet, kommt auf täglich mehrere Wetten. Das verführt zu Spontaneinsätzen, die mit dem üblichen Wochenrhythmus der Bundesliga nichts zu tun haben.

Vier Mechanismen begrenzen das:

Einzahlungslimit. Standardmäßig liegt das monatliche Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV bei 1.000 € über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein höheres Limit setzen, bis 10.000 €, und in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler — aber nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Das ist der Hebel, der verhindert, dass eine emotionale Wette während eines Elfmeterschießens den Kontoauszug sprengt.

OASIS-Sperrsystem. Die Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer gesperrt ist, kann sich bei keinem Anbieter mehr anmelden, der an OASIS angeschlossen ist — das sind alle Whitelist-Anbieter, nicht aber Offshore-Adressen.

Panikbutton. § 6i Abs. 3 GlüStV verpflichtet Anbieter, eine 24-Stunden-Sperre mit einem Klick auszulösen. Wer mitten in einer Turnierwoche merkt, dass die Kontrolle schwindet, drückt den Knopf, schließt die Sitzung und kommt am nächsten Tag nicht mehr herein, bis die Sperre abläuft. Was danach kommt, ist die Verantwortung des Spielers.

Parallelverbot. § 6h GlüStV verbietet paralleles Spielen bei mehreren Anbietern. Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt, wer gleichzeitig eingeloggt ist; wer entdeckt wird, riskiert die Schließung beider Konten. Das klingt nach Bürokratie, ist aber ein zweiter Schutzwall gegen das Muster, mit Offshore-Adressen die LUGAS-Grenze zu umgehen.

Wer außerhalb der Whitelist spielt, hat keinen dieser Mechanismen. Kein OASIS, kein LUGAS, keine Panik-Taste, keine Einzahlungsbegrenzung über die Anbietergrenze hinaus. Genau das ist der Unterschied, der das Whitelist-Erfordernis zum Spielerschutz macht, nicht nur zur Ordnungspolitik.

Wer unter 18 ist, bleibt draußen

Die Teilnahme am Glücksspiel ist nach § 4 Abs. 3 GlüStV erst ab 18 Jahren erlaubt. Anbieter verifizieren das Alter bei der Registrierung über einen Ausweis; eine Erstattung unrechtmäßig platzierter Wetten ist nicht vorgesehen. Wer das Alter umgeht, verliert mehr als die Wette: Er verliert den Anspruch auf Auszahlung und macht sich im Zweifel strafbar.

Die zehn Anbieter im Überblick: wer die deutsche Erlaubnis hält

Die folgende Tabelle führt alle in dieser Übersicht behandelten Anbieter mit ihrer Whitelist-Eintragung und dem Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis. Auswahlkriterium ist allein die Eintragung auf der GGL-Whitelist zum Stand 2. Oktober 2026. Ein Ranking ist das nicht; die Reihenfolge folgt der alphabetischen Anordnung der Markennamen.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) 09.10.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
DAZN Bet DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) 22.08.2023
Interwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) 02.11.2020
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
VBet SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) 05.12.2023

Was die Tabelle nicht zeigt: Welche dieser Anbieter den Afrika-Cup als Wettmarkt führen, mit welcher Marge, mit welchem Live-Angebot und mit welchen Bonusstrukturen. Das variiert von Saison zu Saison und ist Sache des Wettprogramms, das jeder Anbieter zur Veranstaltung veröffentlicht. Wer auf ein bestimmtes Afrika-Cup-Spiel wetten will, prüft die Verfügbarkeit im Wettschein des Anbieters — und verlässt sich nicht auf das, was die Website in der Vorsaison zeigte.

888sport

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Whitelist führt 888 Germany Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Das Angebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball und weitere Sportarten; für den Afrika-Cup 2027 dürfte 888sport ein reguläres Wettprogramm mit Sieger-, Gruppensieger- und Spielmärkten auflegen, sobald die Qualifikation feststeht.

Verdikt. 888sport eignet sich für Tipper, die auf Marken mit langem Börsenbackground setzen und denen eine breite Marktpalette wichtiger ist als ein ausgesprochenes Spezialangebot zu afrikanischen Turnieren.

AdmiralBet

AdmiralBet tritt in Deutschland als Anbieter auf; Whitelist-Inhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 13. Dezember 2022 erteilt, eine weitere am 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele unter slots.admiralbet.de besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022 — was zeigt, dass eine Holding mehrere Erlaubnisse nebeneinander halten kann, ohne dass die eine für die andere steht.

Verdikt. AdmiralBet passt zu Spielern, die Sportwetten und Automatenspiele aus einer Hand nutzen wollen, weil der Anbieter beide Erlaubnisse unter demselben Markendach führt.

bet365

bet365 zählt zu den international sichtbarsten Marken; in Deutschland tritt die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, als Whitelist-Inhaberin auf. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit dem 27. Dezember 2022. bet365 baut sein Afrika-Cup-Programm in der Regel breit auf, mit Sieger-, Gruppensieger-, Handicap- und Über-/Unter-Märkten für die Vorrunde und umfangreichen Live-Wetten für die K.-o.-Phase. Wie bei allen in Deutschland lizenzierten Anbietern gilt die Beschränkung, dass Live-Wetten während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder das nächste Tor angeboten werden dürfen; das schmälert das In-Play-Angebot bei einem torarmen Spiel deutlich.

Verdikt. bet365 ist die Wahl für Tipper, die ein großes Wettprogramm und tiefe Live-Märkte erwarten, ohne dass die Beschränkungen der deutschen Erlaubnis ausgehebelt würden.

Betway

Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. März 2021 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. In der App zeigt das Cash-Out-Symbol einen grünen Haken unter „Meine Wetten“, der sowohl die volle als auch eine Teilauszahlung erlaubt. Der Wettkonfigurator „Konfigurator+“ bündelt Auswahlen aus verschiedenen Spielen zu einer einzelnen Wette — eine Funktion, die bei einem Turnier mit vielen parallelen Partien besonders ins Gewicht fällt, wenn man etwa auf Tore aus mehreren Vorrundenspielen setzen will.

Verdikt. Betway passt zu Spielern, die Cash-Out schätzen und mit dem Konfigurator+ Mehrfachauswahlen aus dem Afrika-Cup-Programm bündeln wollen.

DAZN Bet

DAZN Bet verknüpft die Sportwetten mit der Streaming-Plattform DAZN; Inhaberin der Erlaubnis ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 22. August 2023. Der Vorteil liegt für DAZN-Abonnenten auf der Hand: Wer das Streaming-Abo ohnehin nutzt, kann Spiele und Wettschein im selben Konto verwalten und erspart sich den Wechsel zwischen Anbieter und Übertragung.

Verdikt. DAZN Bet ist die naheliegende Wahl für DAZN-Abonnenten, weil sie Streaming und Wette zusammenführen und keine separate Streaming-Lösung brauchen.

Interwetten

Interwetten wird in Deutschland von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben; die Whitelist weist eine Erlaubnis seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022 aus. Der Anbieter gehört zu den älteren am deutschen Markt und hat in der Vergangenheit den Afrika-Cup regelmäßig ins Programm aufgenommen. Spezifische Funktionen wie Konfigurator oder Live-Stream sind nicht belegt; das Programm deckt die Standardmärkte ab.

Verdikt. Interwetten passt zu Tippern, die einen erfahrenen Anbieter mit solidem Standardprogramm suchen und keine Spezialfunktionen erwarten.

ODDSET

ODDSET wird vom staatlichen Anbieter ODDSET Sportwetten GmbH betrieben; das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis mit Bescheid vom 15. Dezember 2022, die Aufsicht führt die GGL in Halle (Saale). Die erste Erlaubnis stammt vom 18. November 2020. ODDSET ist neben Tipico der zweite Anbieter mit direktem staatlichen Hintergrund, was sich im Vertrauen einiger Tipper niederschlägt, aber keine andere Wettqualität bedeutet.

Verdikt. ODDSET eignet sich für Tipper, die einen Anbieter mit deutschem Verwaltungshintergrund bevorzugen und das Programm als ausreichend empfinden.

Sportingbet

Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben; die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Der Anbieter wirbt mit einem „Konfigurator+“, Live-Wetten und einem breiten Sportarten-Portfolio einschließlich Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Der Konfigurator ermöglicht Mehrfachauswahlen aus verschiedenen Spielen, was bei einem Turnier mit täglich mehreren Partien praktisch ist.

Verdikt. Sportingbet passt zu Spielern, die Konfigurator-Funktionen und ein breites Sportarten-Angebot über Fußball hinaus schätzen.

Tiptorro

Tiptorro tritt als eigenständige Marke auf; Whitelist-Inhaberin ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Im App Store wird die Tiptorro-App von der Torro Tec Limited angeboten, die sich selbst als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ beschreibt. Tiptorro gehört zur Tipico-Gruppe und teilt die Plattform-Infrastruktur.

Verdikt. Tiptorro passt zu Tippern, die die Tipico-Umgebung aus Gewohnheit nutzen und keinen Anbieterwechsel brauchen.

VBet

VBet tritt in Deutschland als Anbieter auf; Whitelist-Inhaberin ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023. Damit ist VBet einer der jüngeren Whitelist-Inhaber in Deutschland. Der Anbieter führt regelmäßig ein Afrika-Cup-Programm mit Sieger- und Gruppensieger-Märkten.

Verdikt. VBet eignet sich für Tipper, die mit einem international aufgestellten Anbieter arbeiten, der in Deutschland noch keine lange Historie hat, aber über die Whitelist reguliert ist.

Wettarten im Detail: was die Märkte leisten und wo sie enden

Wer auf ein Kontinentalturnier wettet, bewegt sich in drei Marktebenen, deren Mechanik sich unterscheidet.

Sieger- und Turniermärkte sind Langzeitwetten. Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, dass eine Mannschaft vier bis sieben Spiele übersteht, multipliziert mit der Marge des Marktes. Wer auf Senegal als Sieger des Afrika-Cups 2025 zur Quote 8,00 setzte, erhielt beim tatsächlichen Titelgewinn 80 € pro 10 € Einsatz, abzüglich der Sportwettensteuer, falls der Anbieter sie vom Auszahlungsbetrag abzieht. Die Wette bleibt bis zur Auswertung offen, auch über Monate. Cash-Out ist bei vielen Anbietern möglich, der vorzeitige Auszahlungswert liegt fast immer deutlich unter dem Endwert bei Turnierende, weil der Anbieter den verbleibenden Risikoabschlag einkalkuliert.

Spielmärkte pro Partie sind die Standards. Drei-Wege-Wette, Doppelte Chance, Über/Unter, beide Teams treffen, Handicap. Hier zählt das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. In K.-o.-Spielen wird die Wette üblicherweise auf das Ergebnis nach 90 Minuten ausgewertet; eine Wette auf „Unentschieden“ in einem Viertelfinale, das in die Verlängerung geht, verliert, weil das Spiel am Ende nicht unentschieden steht. Wer die Verlängerung mitnehmen will, muss einen Markt wählen, der ausdrücklich „inklusive Verlängerung“ ausgewiesen ist. Bei Gruppenspielen gibt es keine Verlängerung, das Ergebnis nach 90 Minuten ist endgültig.

Torschützenmärkte sind die spekulativsten. Eine Wette auf „Brahim Díaz, erster Torschütze“ zur Quote 6,50 setzt voraus, dass Díaz in der Startelf steht, dass seine Mannschaft ein frühes Tor schießt, dass der Schütze dieses Tors Díaz ist. Drei Unbekannte. Wer diese Märkte spielt, akzeptiert eine höhere Marge und ein höheres Ausfallrisiko; Cash-Out ist möglich, häufig aber an die Bedingung geknüpft, dass der Spieler auf dem Feld steht.

Elfmeterschießen. Falls ein K.-o.-Spiel nach Verlängerung unentschieden steht, gewinnt das Elfmeterschießen, nicht das Ergebnis nach 120 Minuten. Buchmacher werten die meisten Siegerwetten auf das Ergebnis „nach 90 Minuten“ aus, manche auf das Ergebnis „nach Verlängerung und Elfmeterschießen“. Wer auf „Marokko gewinnt“ nach der nachträglichen CAF-Wertung mit 3:0 setzt, hat verloren, weil Buchmacher in der Regel die offizielle Auswertung anerkennen, sobald der Verband sie endgültig festgelegt hat — und der CAS-Fall Senegals die ursprüngliche Auswertung wieder in Frage stellen könnte, ohne dass die Wettquote neu berechnet würde.

Häufige Fragen

Findet 2026 ein Afrika-Cup statt, oder bezieht sich das Jahr im Suchbegriff auf die Ausgabe 2025 und die nächste Ausgabe 2027?

Im Veröffentlichungsjahr findet kein Afrika-Cup statt. Die Ausgabe 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Die Ausgabe 2025 wurde vom Sommer auf den Jahreswechsel verlegt, weil die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 den Sommer belegt hatte.

Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und in welchen Ländern wird gespielt?

Der Afrika-Cup 2027 findet vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda statt. Es ist die erste Ausgabe, die in drei Ländern gemeinsam ausgetragen wird. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet, was das Turnier zu einer logistischen Herausforderung macht, die auch bei den Wettmärkten für Aufmerksamkeit sorgt.

Welche Wettarten gibt es bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-System, etwa auf den Sieger oder den Torschützenkönig?

Langzeitmärkte auf den Turniersieger, den Gruppensieger, das Erreichen einer Runde und den Torschützenkönig; pro Partie Märkte auf Drei-Wege-Wette, Doppelte Chance, Über/Unter, Handicap, beide Teams treffen, Halbzeit/Endstand; Live-Wetten während des Spiels auf das Endergebnis oder das nächste Tor. Torschützenwetten sind am spekulativsten, weil Kaderzusammensetzung und Spielverlauf den Ausgang bestimmen.

Zählt bei Wetten auf K.-o.-Spiele die Verlängerung zum Ergebnis, und wie behandeln Anbieter ein Elfmeterschießen?

Das hängt vom Markt ab. Die meisten Siegerwetten werten das Ergebnis nach 90 Minuten aus; wer die Verlängerung mitnehmen will, muss einen als „inklusive Verlängerung“ gekennzeichneten Markt wählen. Steht es danach unentschieden, entscheidet das Elfmeterschießen, sofern verfügbar. Nachträgliche Verbandswertungen werden von Buchmachern meist als offizielle Auswertung übernommen, sobald sie endgültig feststehen und vom Verband bestätigt wurden.

Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die GGL führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer in Deutschland legal auf den Afrika-Cup wetten will, prüft, ob der Anbieter auf dieser Liste steht. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist irrelevant. Zum Stand 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis.

Wie viel bleibt von einem Gewinn nach der Sportwettensteuer von 5,3 %, die je nach Anbieter über Quote oder Auszahlung weitergegeben wird?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Geschuldet wird sie vom Anbieter, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, steht in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Manche Anbieter ziehen sie von der Auszahlung ab, andere reduzieren die angezeigte Quote vor dem Klick. Wer 100 € zur Quote 2,10 setzt und der Anbieter die Steuer von der Auszahlung abzieht, erhält im Erfolgsfall etwa 199,43 € statt 210 € brutto.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichhub.com»