French Open Wetten 2026: Anbieter, Quoten und Regeln in Deutschland

Updated Oktober 2026
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Wer auf die French Open wetten will, braucht in Deutschland einen Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, einen Blick für die Marge im Markt und die Geduld, die Spielregeln von Sandplatz-Tennis zu lesen, bevor er den Schein abgibt. Die Ausgabe 2026 ist gelaufen, das Turnier fand vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026 in Paris statt, Alexander Zverev gewann das Herreneinzel, Mirra Andrejewa das Dameneinzel, der nächste Schlag folgt 2027.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Stand der Auswertung: 17. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Das Turnier im Sand: Was French Open von anderen Grand Slams unterscheidet

French Open sind nicht Wimbledon. Auf dem langsamen Sand von Roland Garros werden die Ballwechsel lang, die Sätze dauern, und Aufschlag-Asse, die auf Rasen das Spiel prägen, schrumpfen auf dem roten Belag zu Randnotizen. Wer hier wettet, wettet auf Ausdauer, Beinarbeit und Geduld, nicht auf den ersten Aufschlag.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Das Turnier ist eines der vier Grand-Slam-Turniere und wird seit 1891 ausgetragen, damals noch unter dem Namen „Championnat de France international de Tennis“. Veranstalter ist die ITF, der Weltverband, Austragungsort das Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris. Auf dem Sand, der im Französischen Terre battue heißt, gelten eigene Spielregeln: Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei. Steht es 6:6, gibt es den Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Auf diese Regel einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022.

Die Konsequenz für den Wettmarkt: Livewetten auf den nächsten Punkt sind in Deutschland nicht erlaubt. Erlaubt sind sie auf den nächsten Satz, und genau das verändert, wie der Wettschein vor und während des Matches aussieht. Wer auf das ganze Turnier setzt, etwa auf den Turniersieger vor dem ersten Aufschlag, blickt auf einen Markt, in dem der Buchmacher seine Sicht auf das gesamte Feld in eine Quote gießt. Bei Nadal-Los dominierte solche Quoten jahrelang Real Madrid im Tennismatch, der Rekordsieger mit 14 Titeln im Herreneinzel und Chris Evert mit 7 Titeln im Dameneinzel stehen in den Geschichtsbüchern, neue Gesichter prägen die 2026er-Ausgabe.

Die Ausgabe 2026 in Zahlen

Die French Open 2026 liefen vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026. Das Gesamtpreisgeld belief sich auf 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Im Herrenfinale schlug Alexander Zverev den Italiener Flavio Cobolli, bei den Damen setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Wer auf Zverev vor dem Turnier gesetzt hatte, hatte eine Quote gesehen, die sein damaliges Ranking und seine Sandplatz-Form widerspiegelte, eingepreist in eine Marge, die jeder Buchmacher für sich festlegt.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die 61 Millionen Preisgeld sind das, was der Veranstalter ausschüttet. Der Markt, auf den der Wettende blickt, ist ein anderer. Er misst sich an der Auszahlungsquote, dem Anteil, den der Buchmacher von jeder eingesetzten Einheit zurückgibt, und an der Marge, die übrig bleibt. Dieser Unterschied macht den Markt erst zu dem, was er ist.

Spielplan, Modi und Wettfenster

Drei Phasen prägen den Wettkalender zu einem Grand-Slam: die Qualifikation, das Hauptfeld und das Finalwochenende. In der Qualifikation sind die Märkte oft dünn, die Limits niedrig, die Quoten weniger scharf. Im Hauptfeld weitet sich das Angebot, ab den Viertelfinals laufen Livewetten auf den nächsten Satz, sobald ein Match läuft. Am Finalwochenende schiebt sich das Preisgeld in den Vordergrund, und Outright-Märkte, also Wetten auf den Turniersieger, werden entweder frühzeitig aus dem Programm genommen oder mit stark sinkenden Quoten weitergeführt, sobald ein Spieler im Halbfinale steht.

Wer auf Outright setzt, wettet auf ein langes Turnier, und ein verletzungsbedingter Ausfall vor dem Viertelfinale kann einen Schein zunichtemachen, bevor der erste Ball gespielt ist. Wer auf Runde wettet, also darauf, dass ein Spieler eine bestimmte Runde erreicht, behält ein laufendes Match im Blick. Beide Wetten werden vor dem Turnier angeboten und nicht erst am Spieltag. Sie tragen unterschiedliche Risiken, und der Buchmacher schlägt auf beide Märkte eine eigene Marge.

Wer in Deutschland auf French Open wetten darf: GGL, Whitelist und Erlaubnis

Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, der GGL mit Sitz in Halle an der Saale. Die Erlaubnis beruht auf § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die GGL führt die bundesweite Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter Sportwetten legal in Deutschland anbieten darf. Eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Wer auf der Whitelist steht, hat eine Erlaubnis für die dort genannte Domain, und zwar nur für die.

Die Whitelist hatte zum Stand 2. Oktober 2026 30 Einträge. 27 Inhaber verfügten über eine Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, drei weitere ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nur die auf der Whitelist genannte Domain darf auch tatsächlich Sportwetten annehmen. Eine Casino- oder Pokererlaubnis derselben Holding besagt nichts über das Sportwettenangebot.

Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist zeigt ausschließlich das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum. Wer eine Erlaubnis-Liste zitiert, sollte die Daten so wiedergeben, wie sie dort stehen, mit Ausstellungsdatum und gegebenenfalls einem Datum der Folgeerlaubnis. Folgeerlaubnisse verlängern die ursprüngliche Erlaubnis und sind kein Neustart.

Die Aufsicht liegt vollständig bei der GGL. Die Steuer, die Wettsteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG, ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden, und ob und wie der Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, steht in seinen eigenen Geschäftsbedingungen. Die Wettsteuer wird auch von Anbietern ohne deutsche Erlaubnis fällig, eine gezahlte Wettsteuer ist also kein Beleg für eine Lizenz.

Was auf der Whitelist steht: Das Beispiel AdmiralBet

Werfen wir einen Blick auf einen konkreten Eintrag: Für AdmiralBet ist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt. Die Whitelist weist eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 aus, dazu eine Folgeerlaubnis vom 13. Dezember 2022 und eine weitere vom 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Wer auf den ersten Blick nur das Datum 2020 liest, übersieht die Folgeerlaubnisse, die den Bestand der Erlaubnis in die Gegenwart verlängern. Wer den falschen Bereich prüft, etwa das Casino statt der Sportwetten, sieht zwar einen Eintrag, aber nicht den, der die Wette trägt.

Solche Einträge sind die Form, in der die GGL ihre Erlaubnisse führt. Wer prüft, ob ein Anbieter Sportwetten legal anbietet, schaut auf den richtigen Eintrag und das richtige Datum. Ein Eintrag, der in der Vergangenheit liegt, aber keine Folgeerlaubnis führt, ist ausgelaufen; ein Eintrag mit aktueller Folgeerlaubnis steht für eine gültige Erlaubnis im Prüfungszeitpunkt. Die Whitelist kennt kein Enddatum, nur Daten der Erteilung.

Was nicht auf der Whitelist steht: Die Warnung der GGL

Am 17. September 2026 warnte die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten und nannte dabei namentlich „Platincasino“. Die Warnung steht auf der Website der Behörde, in einer Meldung, die einen „erfolgreichen Schlag gegen illegales Glücksspiel in Milliardenhöhe“ beschreibt. Eine Malta-Lizenz, eine Curaçao-Erlaubnis, eine Anjouan-Lizenz haben in Deutschland keine Relevanz. Anbieter ohne GGL-Erlaubnis bieten unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV an. Strafrechtlich droht dem Veranstalter nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, dem Werbenden bis zu einem Jahr, dem Spielenden nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten. Verfolgungen einzelner Spielender sind in der Praxis nicht etabliert, was weder eine Garantie noch eine Aufforderung ist.

Die zivilrechtliche Seite ist im Fluss. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hielt in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist die Rechtslage im Oktober 2026, eine Garantie auf Rückzahlung gibt sie niemandem.

Was der Spielende mit der Erlaubnis bekommt

Eine Whitelist-Erlaubnis bringt drei konkrete Schutzmechanismen, die bei Offshore-Anbietern fehlen. Erstens: die Anbindung an OASIS, das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, das bei Registrierung und Login geprüft wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist benennt, sonst mindestens ein Jahr. Zweitens: die LUGAS-Limitdatei nach § 6c Abs. 1 GlüStV, die das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg durchsetzt. Drittens: die Aktivitätsdatei nach § 6h GlüStV, die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern gleichzeitig unterbindet. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angebunden, dort gibt es keine deutsche Sperre und kein deutsches Limit.

Ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € gilt als Standard, nicht als Höchstwert. Anbieter dürfen für einzelne Spielende auf verifizierten Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein höheres Limit festlegen, bis 10.000 €, in besonderen Fällen bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Kundschaft. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Anhebung nach sieben Tagen.

Die Verifizierung gehört zum Verfahren: ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Identitätsprüfung nach § 6a GlüStV. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Spieler-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt, so § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV.

Verantwortliches Wetten: Was das Limit kostet und der Panikbutton leistet

Die Idee eines festen Budgets klingt abstrakt, bis die Wettsteuer, die Marge und der Verlust eines Außenseiters in einem einzigen Wochenende zusammenkommen. Wer French-Open-Wetten platziert, hat es mit Märkten zu tun, in denen der Buchmacher fünf bis acht Prozent des Umsatzes einbehält, in Nischenmärkten auch mehr. Bei einer Quote von 2,10 ist die Auszahlung 2,10 €, der Gewinn 1,10 €. Wer verliert, verliert den Einsatz vollständig. Wer eine Kombiwette auf drei Spiele setzt, vervielfacht die Quoten, aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spiel falsch läuft.

Das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist ein Rahmen, kein Vorschlag. Wer mit 50 € pro Wochenende plant, hat am Monatsende 200 € eingesetzt, vier Fünftel des Limits offen. Wer mit 200 € pro Wochenende plant, ist am zweiten Wochenende blockiert. Das Limit gilt kumulativ über alle Anbieter, ein Wechsel von Interwetten zu Sportingbet hilft nicht. Die Aktivitätsdatei in LUGAS erkennt parallele Konten.

Wer eine Selbstsperre über OASIS setzt, wird bei jedem Anbieter abgewiesen, der an die Whitelist angeschlossen ist. Die Sperre beträgt mindestens drei Monate bei selbstgewählter Frist, sonst mindestens ein Jahr. Eine Aufhebung ist erst nach Ablauf und einer Sperrfrist möglich. Wer parallel bei einem Offshore-Anbieter spielt, umgeht die Sperre, verliert aber jeden deutschen Schutz. Das ist keine Empfehlung, das ist die Mechanik.

Der Panikbutton, gesetzlich verankert in § 6i Abs. 3 GlüStV, löst eine 24-stündige Sperre aus, sofort, ohne Wartezeit. Danach gilt die normale Logik. Wer wiederholt drückt, sollte über eine Selbstsperre nachdenken, die länger hält.

Hilfsangebote in Deutschland sind über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erreichbar, die Sucht- und Drogenhotline ist unter 01806 313031 erreichbar, und die GGL selbst verweist auf Anbieter unabhängiger Beratung. Wer sich unsicher fühlt, sollte den nächsten Schritt nicht verschieben.

Wettmärkte auf French Open: Sieger, Satz, Handicap, Live

Wer auf Roland Garros wettet, hat es mit vier großen Markttypen zu tun. Sie unterscheiden sich im Risiko, im Zeitfenster und in der Frage, wie viel Information der Buchmacher in die Quote eingepreist hat.

Der Sieger-Markt, auch Outright, ist die Wette auf den Turniersieger. Sie wird vor und während des Turniers angeboten, mit sinkender Quote, je tiefer ein Spieler kommt. Wer vor dem ersten Aufschlag auf Zverev setzt, akzeptiert eine niedrige Quote, dafür mit dem Wissen, dass der Wettschein im Halbfinale noch lebt. Wer erst im Viertelfinale einsteigt, sieht eine Quote auf den verbleibenden Rest des Feldes, mit höherer Marge, weil das Buch unsicherer ist.

Der Satzwett-Markt, oft als „Satz X“ angeboten, wettet auf das Ergebnis eines einzelnen Satzes, also „Satz 1 Spieler A“ gegen „Satz 1 Spieler B“. Hier schlägt die Marge weniger durch, weil die Quoten symmetrischer sind. Bei zwei ausgeglichenen Spielern liegt der Markt nahe 1,90 zu 1,90, was die Marge sichtbar macht, denn 1,90 zu 1,90 ergibt eine Auszahlungsquote von rund 95,2 % und damit eine Marge von rund 4,8 %. In anderen Worten: Bei einem Markt, der dem Spielenden gegenüber fair wirkt, zieht der Buchmacher knapp fünf Prozent ein.

Der Handicap-Markt gleicht die Kräfte aus, ähnlich wie im Fußball. Ein starker Spieler startet mit einem „-1,5 Sätze“-Handicap, der Außenseiter bekommt „+1,5 Sätze“. Wer auf den Favoriten mit -1,5 setzt, gewinnt nur, wenn dieser das Match in zwei Sätzen (Damen) bzw. drei Sätzen (Herren) gewinnt. Wer auf den Außenseiter mit +1,5 setzt, gewinnt, wenn dieser einen Satz holt. Die Quoten verschieben sich entsprechend, die Marge bleibt.

Der Live-Markt ist in Deutschland eingeschränkt. Erlaubt sind Live-Wetten auf das Endergebnis und auf Komponenten wie das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis, so § 21 Abs. 4 GlüStV. Live-Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind nicht erlaubt. Diese Beschränkung klingt technisch, ist aber wirtschaftlich: Märkte, die sich alle paar Sekunden ändern, lassen sich kaum kontrolliert spielen, weshalb der Gesetzgeber sie aussperrt.

Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung, so § 21 Abs. 1a GlüStV. Bei den French Open gilt das nicht, das Turnier ist Profitennis, die Spielerinnen und Spieler sind erwachsen. Was ebenfalls ausgeschlossen ist: Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. E-Sport-Wetten sind in Deutschland nicht zulässig, die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport im Sinne des GlüStV an. Zu virtuellen Sportwetten schweigt der Stand der Regulierung, hier ist die Aussage „nicht etabliert“ angemessen, mehr nicht.

Wie die Marge in einer Quote steckt

Ein Beispiel zeigt den Mechanismus. Stellen wir uns einen fiktiven Markt vor, der perfekt ausgeglichen ist, beide Spielerinnen gleich stark. Der Buchmacher will Geld verdienen und setzt die Quoten nicht bei 2,00 zu 2,00, sondern bei 1,90 zu 1,90. Was passiert? Die Auszahlungsquote, der Anteil, den der Buchmacher pro eingesetztem Euro zurückgibt, berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten, also 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das ergibt rund 0,952, also 95,2 %. Die Marge ist 100 % minus 95,2 %, also rund 4,8 %. Bei einem Einsatz von 100 € auf jede Spielerin nimmt der Buchmacher 200 € ein und zahlt im Gewinnfall 190 € aus. 10 € bleiben. Das ist die Spanne, mit der der Buchmacher kalkuliert, unabhängig vom Ausgang.

In der Praxis ist der Markt nicht symmetrisch. Bei einem klaren Favoriten steht der Außenseiter tiefer als 2,00, der Favorit höher als 2,00, und die Marge versteckt sich in beiden Quoten. Wer beide Seiten addiert, landet trotzdem unter 100 % Auszahlung. Das ist die unsichtbare Steuer, die jeder Wettschein trägt. Bei den French Open, einem Turnier mit klaren Hierarchien, liegt die Marge auf den Sieger-Outrights erfahrungsgemäß höher als auf einzelnen Satz-Märkten, weil die Unsicherheit über das Gesamtfeld größer ist.

Wer das Spielen versteht, wettet auf die Märkte mit der niedrigsten Marge. Wer das Marketing eines Anbieters liest, wettet auf die Märkte, die der Anbieter bewirbt. Das sind zwei verschiedene Welten.

Berechnung der Auszahlung und die Wettsteuer

Eine Wette zahlt sich nach der Formel aus: Einsatz × Quote. Wer 10 € auf eine Quote von 2,50 setzt, erhält im Gewinnfall 25 € zurück, der Reingewinn ist 15 €. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Beine multipliziert, aus drei Quoten von 1,80, 1,90 und 2,10 wird eine Gesamtquote von rund 7,18. Wer 10 € auf diese Kombiwette setzt, gewinnt 71,80 € im Erfolgsfall, davon 10 € Einsatz und 61,80 € Gewinn.

Die Wettsteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG greift beim Veranstalter, nicht beim Spielenden. Der Anbieter hat die Wahl, ob er sie selbst trägt, auf den Bruttoeinsatz aufschlägt oder vom Auszahlungsbetrag abzieht. Wie er das macht, steht in seinen Bedingungen, und nur dort. Wer wissen will, was eine Wette netto kostet, liest die Bedingungen des Anbieters, nicht die Werbung.

Was geschieht, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird? Das ist eine Frage der Regeln des Anbieters und des Regelwerks der ITF, die das Turnier ausrichtet. Bei den meisten Anbietern wird die Wette ungültig, wenn das Match nicht zu Ende gespielt wird und der Sieger nicht feststeht. Wer auf den Turniersieger gesetzt hat, dessen Wettschein lebt weiter, wenn der Spieler im Hauptfeld steht, egal wann er verliert. Wer auf Satzwetten oder Handicap gesetzt hat, sieht je nach Anbieter unterschiedliche Regeln. Ohne präzise Lektüre der Bedingungen vor der Platzierung lässt sich das nicht verallgemeinern.

Anbieter im Überblick: Wer die Erlaubnis hat und was er mitbringt

Die folgende Tabelle zeigt zehn Anbieter, die auf der GGL-Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026 für ihre Sportwetten-Domain eine Erlaubnis halten. Sie sind keine Rangliste, kein Ranking und keine Empfehlung. Sie zeigen, wer eine Erlaubnis hat, seit wann und in welcher Konstellation.

Anbieter Whitelist-Status (Sportwetten) Erlaubnis seit
Interwetten Erlaubnis für Interwetten (Inhaber: Interwetten Gaming Limited, Malta) 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
ODDSET Erlaubnis für ODDSET (Inhaber: ODDSET Sportwetten GmbH) 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Sportingbet Erlaubnis für Sportingbet (Inhaber: Sportingbet (Deutschland) Limited) 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Tiptorro Erlaubnis für Tiptorro (Inhaber: Torro Tec Limited, Malta) 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
AdmiralBet Erlaubnis für AdmiralBet (Inhaber: Greentube Betting Malta Limited) 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
Winamax Erlaubnis für Winamax (Inhaber: WINAMAX, Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
bet-at-home Erlaubnis für bet-at-home (Inhaber: Bet-at-home.com Internet Limited) 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
DAZN Bet Erlaubnis für DAZN Bet (Inhaber: DZBT Operations Limited, Malta) 22.08.2023
888sport Erlaubnis für 888sport (Inhaber: 888 Germany Limited) 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
NEO.bet Erlaubnis für NEO.bet (Inhaber: Greenvest Betting Limited) 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022

Die Tabelle zeigt, wann die erste Erlaubnis erteilt wurde und wann eine Folgeerlaubnis sie verlängert hat. Sie zeigt nicht, wie gut die Quoten sind, wie tief das Wettprogramm geht oder ob der Anbieter Live-Streams liefert. Dafür sind die Bedingungen des Anbieters die Quelle, nicht die Whitelist.

Interwetten

Interwetten steht auf der GGL-Whitelist, Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Die erste Erlaubnis wurde am 2. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 27. Dezember 2022. Der Marktauftritt in Deutschland ist etabliert, der Schwerpunkt liegt auf klassischen Pre-Match-Märkten und einer Live-Sektion, die im Tennis auch French-Open-Spiele umfasst. Wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Geschichte sucht, ist hier richtig, sofern er auf das Datum der Folgeerlaubnis achtet, das den aktuellen Stand markiert.

ODDSET

ODDSET ist die Sportwetten-Marke der staatlichen Lotteriegesellschaften, geführt von der ODDSET Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis für ODDSET wurde am 18. November 2020 ausgestellt, eine Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Die Besonderheit liegt in der Trägerschaft: das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis erteilt, die Aufsicht führt die GGL in Halle. Wer einen Anbieter mit staatlicher Verwurzelung sucht, findet hier ein Angebot, das weniger auf aggressive Quoten setzt als auf den Vertrieb über stationäre Annahmestellen und eine online-nahtlose Anbindung.

Sportingbet

Sportingbet ist auf der Whitelist mit der Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin, erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Das Sportwettenangebot beschreibt der Anbieter selbst mit einem „Konfigurator+“, der Kombiwetten aus einzelnen Märkten zusammenstellt, und einer Live-Sektion. Im Tennis gehören die French Open zum Standardprogramm, die Tiefe der Märkte hängt vom Anbieter ab und ist nicht durch die Whitelist geregelt. Für Spielende, die ihre Wetten aus mehreren Beinen eines Matches bauen, ist der Konfigurator das Argument.

Tiptorro

Tiptorro ist eine Sportwetten-Marke, Inhaber ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die App ist im App Store gelistet, der Anbieter beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Die Whitelist weist eine erste Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und eine Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022 aus. Wer einen Anbieter mit Fokus auf mobile Anwendung sucht, wird hier fündig, die Erlaubnis steht auf der Whitelist, die Tiefe der Märkte ergibt sich aus dem Wettprogramm.

AdmiralBet

AdmiralBet steht auf der GGL-Whitelist, Inhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Die Whitelist-Erlaubnis für Sportwetten datiert auf den 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28. September 2022. Das ist die Sportwetten-Erlaubnis, die hier zählt, die Casino-Erlaubnis gehört in ein anderes Regime. Für Spielende, die zwischen Sport- und Casinoangebot wechseln, ist die Konzernverwandtschaft mit dem Novomatic-Ökosystem ein Hintergrund, sie berührt aber die Frage nach der Tennis-Wette nicht.

Winamax

Winamax tritt in Deutschland als WINAMAX Société anonyme auf, Whitelist-Erlaubnis für Winamax seit dem 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 8. Dezember 2022. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wie jede Studie trägt diese ihre Methodik, und ein einzelner Anbieter kann nicht auf 45 % der Quoten „beste“ sein, ohne in den restlichen 55 % schlechter zu liegen. Winamax TV bietet Live-Streams von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren im eigenen Kundenkonto. Für Spielende, die auf Roland Garros live dabei sein wollen, ist das ein anderes Argument als die Studie, und es steht in den Anbieterbedingungen.

bet-at-home

bet-at-home steht auf der GGL-Whitelist, Inhaber ist die Bet-at-home.com Internet Limited. Die Whitelist weist eine erste Sportwetten-Erlaubnis vom 2. November 2020 und eine Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 aus. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28. Dezember 2022, getrennt von der Sportwettenerlaubnis. Das Markenprofil ist auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet, das Wettprogramm umfasst Tennis mit den Grand Slams, die Quoten bewegen sich im Branchenschnitt.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Anbieters DAZN, geführt von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023, ohne dass eine Folgeerlaubnis ausgewiesen ist. Das ist die jüngste Ersterlaubnis im Feld der zehn hier genannten Anbieter. Wer einen Anbieter sucht, der Sport-Streaming und Wettprogramm unter einem Dach führt, findet hier eine Struktur, die das nahelegt, der konkrete Vorteil hängt am Wettprogramm und an den Quoten, nicht am Whitelist-Datum.

888sport

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding 888 Holdings PLC in Gibraltar sitzt und seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Whitelist-Erlaubnis für 888sport ist seit dem 30. Juni 2021 eingetragen, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Inhaber ist die 888 Germany Limited. Das Markenprofil ist international, der deutschsprachige Auftritt ist Teil eines globalen Sportwetten-Geschäfts. Für Spielende, die einen internationalen Anbieter mit deutscher Erlaubnis suchen, ist das die Antwort, sie lesen die Bedingungen in der deutschen Version.

NEO.bet

NEO.bet steht mit NEO.bet auf der Whitelist, Inhaber ist die Greenvest Betting Limited. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Das Profil ist auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten, der Marktauftritt ist ruhiger als bei den werbeintensiven internationalen Marken. Für Spielende, die einen Anbieter mit überschaubarem Wettprogramm und deutschem Fokus suchen, ist das eine Option, die ohne laute Werbung auskommt.

Werbung, Bonus, Werbeverbote: Was im Marketing erlaubt ist und was nicht

Werbung für Sportwetten darf in Deutschland nur machen, wer eine Erlaubnis hat, so § 5 Abs. 7 GlüStV. Ein Werbeverbot von 6 bis 21 Uhr gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten die Verbote des § 5 Abs. 3 und 6: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt. Was ein Anbieter anbietet, ergibt sich aus seinen Bedingungen, nicht aus dem Gesetz. Wer einen Bonus annimmt, akzeptiert die Umsatzbedingungen, die Mindestquote und die Frist, die der Anbieter setzt. Werbung mit „risikofreier Wette“ ist Werbung mit einer Wette, deren Einsatz als Gratiswette erstattet wird, wenn sie verliert, und kein Hinweis auf einen kostenlosen Tipp. Wer „0 % Wettsteuer“ liest, liest eine Entscheidung des Anbieters, die Steuer zu tragen, und kein Geschenk. Wer „100 % Bonus“ liest, liest eine Verdopplung des ersten Einzahlungsbetrags als Bonusgeld, das umgesetzt werden muss, bevor es ausgezahlt wird.

Die Wettsteuer selbst wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Ob ein Anbieter sie auf den Bruttoeinsatz aufschlägt, vom Auszahlungsbetrag abzieht oder selbst trägt, sagt er in seinen Bedingungen. Wer den Nettoeffekt auf eine Wette prüfen will, vergleicht die Quote mit der Wettsteuer-Klausel des Anbieters. Bei 2,10 zu 2,10 mit 5,3 % Steuer auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) reduziert sich die Auszahlung um rund 10 Cent pro Euro, was die Marge weiter vergrößert. Bei „0 % Wettsteuer“ entfällt dieser Abschlag, die Marge bleibt.

Was im Marketing nicht vorkommen darf: das Versprechen eines Gewinns, eine Anspielung auf sichere Wetten, eine Aussage, dass eine bestimmte Strategie funktioniert. Solche Werbung ist nach dem GlüStV und nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb problematisch, unabhängig davon, ob der Anbieter eine Erlaubnis hat oder nicht.

French Open und die Spielregeln für Werbung am Turnier

Während eines Grand-Slam-Turniers gilt das Werbeverbot für Live-Übertragungen. Wer auf einem TV-Sender ein French-Open-Spiel zeigt, darf im selben Kanal keine Werbung für Wetten auf dieses Spiel schalten, unmittelbar vor oder während der Übertragung. Die Live-Stream-Angebote der Anbieter, etwa Winamax TV mit ATP-, WTA- und Grand-Slam-Übertragungen, sind eigene Kanäle, dort gelten die Regeln des Anbieters und der Plattform, auf der der Stream läuft.

Wer in der Werbung mit einem aktiven Athleten wirbt, etwa mit einem deutschen Spitzenspieler, verstößt gegen § 5 Abs. 3 GlüStV. Wer mit einem früheren Spieler wirbt, der nicht mehr aktiv ist, bewegt sich in einer Grauzone, die die GGL nach Praxis auslegt. Wer mit einem Trainer wirbt, hängt an der Frage, ob der Trainer als Funktionsträger gilt. Diese Details sind Einzelfallfragen, die Auslegungspraxis der GGL ist die zuständige Quelle.

Die Werbung für Live-Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis wäre in Deutschland unzulässig, und sie ist auch unzulässig, weil Live-Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht erlaubt sind. Werbung für ein nicht erlaubtes Produkt verstößt gegen das Werberecht, unabhängig von der Frage, ob der Anbieter eine Erlaubnis hat. Wer bei einem lizenzierten Anbieter einen Markt für „nächster Punkt“ sieht, sieht ein Angebot, das die GGL nicht genehmigt hat, und sollte prüfen, ob die Wette überhaupt angenommen wird.

Häufige Fragen

Wer gewann die French Open 2026 im Einzel?

Das Herreneinzel der French Open 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Bei den Damen setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Das Turnier lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026, das Gesamtpreisgeld belief sich auf 61.723.000 €, die Einzelsieger erhielten jeweils 2.800.000 €.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicap-Wetten?

Die Siegwette, auch Outright, gilt dem Turniersieger und wird vor oder während des Turniers platziert. Die Satzwette wettet auf das Ergebnis eines einzelnen Satzes, etwa „Satz 1 Spieler A“. Die Handicap-Wette gleicht die Kräfte an, ein klarer Favorit startet mit -1,5 Sätzen, der Außenseiter bekommt +1,5 Sätze. Sieger-Märkte tragen erfahrungsgemäß eine höhere Marge als Satz-Märkte, weil der Buchmacher das gesamte Feld einschätzen muss.

Welche Live-Wetten sind auf Tennis in Deutschland erlaubt?

Erlaubt sind Live-Wetten auf das Endergebnis eines laufenden Matches und auf Komponenten wie den nächsten Satz im Tennis, so § 21 Abs. 4 GlüStV. Nicht erlaubt sind Live-Wetten auf den nächsten Punkt, den nächsten Korb oder ähnliche Mikromärkte. Wer einen Anbieter mit „nächster Punkt“-Märkten sieht, sieht ein Angebot außerhalb des Erlaubten, und die Annahme der Wette ist ungewiss.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Wette und die Wettsteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Die Wettsteuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags, schuldet der Veranstalter. Ob und wie der Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, steht in seinen Bedingungen, nicht im Gesetz. Wer den Nettoeffekt prüft, vergleicht die Quote mit der Wettsteuer-Klausel des Anbieters.

Woran erkennt man auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter für Tennis eine Erlaubnis hat?

Die Whitelist unter glücksspiel-behoerde.de führt für jeden Anbieter die Domain und den Inhaber, dazu das Datum der Erteilung und etwaige Folgeerlaubnisse. Die Spalte „Sportwetten“ ist die maßgebliche, eine Casino- oder Pokererlaubnis gilt nicht für die Sportwette. Eine Domain auf der Whitelist, ein Datum in der Gegenwart, ein Inhaber mit Sitz in der EU oder einem vergleichbaren Jurisdiktionsraum, das ist der Befund. Eine .de-Domain allein ist kein Beleg.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichhub.com»