Wettquoten DFB-Pokal 2026

Updated Oktober 2026
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Der DFB-Pokal ist der kürzeste Weg zu einem europäischen Startplatz: Sieger spielt international, Verlierer fährt nach Hause. Für Wettende macht diese K.-o.-Logik das Turnier schwerer als die Bundesliga, nicht leichter. Eine 2,10 auf einen Favoriten, die in der Liga als Selbstgeld gilt, wird im Pokal gegen einen Zweitligisten mit Heimvorteil zur Wette auf Form, Aufstellung, Lospech und Tagesform in einem Spiel. Wer hier eine Quote liest, liest immer auch die Wahrscheinlichkeit, dass 90 Minuten nicht reichen.

Ein großes Fußballstadion mit hell erleuchtetem Rund, aus der Ferne am Abend gesehen, davor eine breite Allee mit Laternen.
Seit 1985 wird das Finale des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Spielplan und Teilnehmerfeld: was der Pokal wettbar macht

Vier Runden, ein Halbfinale, ein Finale in Berlin. 64 Mannschaften treten an, 18 Bundesligisten, 18 Zweitligisten, die ersten vier der 3. Liga und 24 Vertreter aus den Verbandspokalen. Ausgetragen wird seit 1935, damals noch unter dem Namen Tschammerpokal. Das Finale spielt der FC Bayern München am häufigsten und gewinnt es auch am häufigsten: 21 Titel stehen in der Münchner Bilanz, ein Rekord, der die Kräfteverhältnisse prägt, aber keinen kommenden Spieltag vorhersagt.

Ein Fußball liegt auf dem Elfmeterpunkt eines nassen Rasenplatzes, im Hintergrund ein leeres Tor im Nebel.
Das DFB-Pokalfinale 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart.

Der Pokal kennt zwei Eigenschaften, die in der Quote stecken, aber nicht in der Tabelle. Erstens die kurze Distanz: Ein einziges Spiel entscheidet, Heimvorteil wiegt schwerer als in einer Liga mit Hin- und Rückspiel. Zweitens die Pflichtspiele im Europacup unter der Woche: Vereine mit Champions-League-Programm rotieren vor dem Pokal häufig, was Außenseiterquoten drückt und Favoritenquoten anhebt. Wer auf einen Bundesligisten gegen einen Drittligisten setzt, kauft damit ein Stück Aufstellungsrisiko mit, das in der Liga-Formkurve nicht auftaucht.

Der Spielplan gibt die Wettfenster vor. Von der ersten Runde im August bis zum Finale im Mai eines jeden Spieljahres ist durchgehend K.-o., Pausentage sind selten, englische Wochen die Regel. Wer früh auf den Sieger setzt, hat die längste Wartezeit, aber auch das beste Preisniveau, weil das Feld am breitesten ist. Wer spät setzt, kurz vor dem Finale, kauft Information zu Preisen, die dann am engsten geworden sind.

Pokal als europäisches Sprungbrett

Seit der Saison 1998/99 qualifiziert sich der Sieger für die UEFA Europa League, in Sonderfällen für die Conference League. Das ist nicht nur ein Trostpreis für den Finalverlierer, sondern ein Datum im Bundesliga-Kalender, das den Pokal für Vereine attraktiv macht, die sonst international nicht spielen. Die Quote vor dem ersten Pflichtspiel eines Außenseiters gegen einen Champions-League-Teilnehmer spiegelt diese Wertung: Der Außenseiter bekommt die längeren Preise, weil ein Weiterkommen auch europäisch zählt, nicht nur lokal.

Lizenz und Rechtslage: wer in Deutschland wetten darf

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde für Sportwetten im Internet. Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, Aufsicht nach § 28a, die Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist das einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter. Stand 02.10.2026 führt die Whitelist 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei weitere nur Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis.

Ein leerer Papier-Wettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einem Holztisch neben einem schwarzen Smartphone.
Der DFB-Pokal wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften ausgetragen; die Erstaustragung war 1935 unter dem Namen Tschammerpokal.

Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1), die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, nie ein Enddatum. Eine Folgeerlaubnis verlängert die Frist, sie macht den Anbieter nicht zu einem anderen Anbieter. Wer auf der Whitelist steht, darf Sportwetten auf genau der Domain anbieten, die dort verzeichnet ist. Eine Konzernschwester, ein anderer Markenname, ein zweiter URL unter demselben Holdingdach ist eine eigene Erlaubnis, wenn er überhaupt eine hat.

Die GGL warnt vor illegalen Angeboten. Im September 2026 hat sie sich ausdrücklich gegen Anbieter wie Platincasino ausgesprochen. Illegales Glücksspiel in Deutschland: Anbieter ohne deutsche Erlaubnis dürfen nicht in Deutschland vermitteln, dürfen nicht hier werben und riskieren Untersagungs- und Zahlungsblockaden. Für Wettende heißt das: Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag spielt, hat keinen Zugang zu OASIS, kein LUGAS-Limit, keine Auszahlungsgarantie nach § 6b und im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Malta- oder Curaçao-Lizenzen stehen in dieser Frage nicht zur Diskussion: Sie sind Lizenzen anderer Rechtsordnungen, die in Deutschland keine Geltung haben.

Ein laufendes Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und dem Europäischen Gerichtshof betrifft genau diese Frage. Der BGH hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico über 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, dass ein nicht lizenzierter Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen muss, sofern die Behörde nicht zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist noch keine Entscheidung, aber ein Hinweis, wohin die Reise gehen kann.

Was im deutschen Markt erlaubt ist

Das deutsche Wettprogramm ist enger, als es in anderen Märkten aussieht. Livewetten nach § 21 Abs. 4 sind nur auf das Endergebnis und das nächste Ereignis möglich, also nächstes Tor, nächster Satz, wo es diese Ereignisse selten gibt. Nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball: nicht erlaubt. Wetten auf E-Sport: nicht erlaubt, die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport. Wetten auf unterklassige Ligen unterhalb der 3. Liga, auf Amateure und auf Kinder- und Jugendsport: nicht erlaubt. Wetten auf Regelverstöße und auf ihre Sanktion: ausgeschlossen. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse: ausgeschlossen.

Cashout hat keine gesetzliche Grundlage im GlüStV und keine GGL-Festlegung. Es bleibt eine freiwillige Funktion jedes Anbieters, mit den Bedingungen, die er selbst setzt. Wer Cashout nutzt, sollte die Quote lesen, zu der er aussteigt, nicht nur die, mit der er eingestiegen ist.

Spielerschutz: Einzahlungslimit, OASIS und die Panikfunktion

Spielerschutz im GlüStV gilt auch für Pokalabende. Drei Mechanismen prägen die deutsche Wettrealität, und sie greifen, ohne dass der Anbieter sie aktiv bewirbt.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende eine höhere Grenze setzen, bis zu 10.000 €, in einer Quote bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden, und nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Wer in einem Pokalmonat viel setzt, merkt das Limit, bevor er es überschreitet.

OASIS, das Sperrsystem nach §§ 8, 8a, wird bei Registrierung und Anmeldung abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre, durch Angehörige, ist möglich. Eine Sperre gilt anbieterübergreifend. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angebunden, eine dort gesetzte Sperre wirkt nur lokal.

Die Panikfunktion nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, ohne Wartezeit, ohne Rückfrage, im eigenen Konto. Sie ist als Notfall-Hebel gedacht, nicht als Spielregel. Wer am Pokalabend merkt, dass er sich verliert, drückt den Knopf, das Konto ist für den Rest des Abends und den nächsten Tag dicht. Danach gilt die OASIS-Logik weiter.

Verifizierung nach § 6a: ein Konto pro Anbieter, vollständige Identitätsprüfung. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung spielen lassen. Die volle Verifizierung ist die Schwelle, ab der das Konto funktioniert.

Parallel spielverbot und Zahlungswege

Paralleles Spielen ist nach § 6h verboten, überwacht durch die Aktivitätsdatei, ebenfalls ein LUGAS-Bestandteil. Wer versucht, bei zwei Anbietern gleichzeitig zu setzen, fällt auf.

Zahlungen nach § 6b Abs. 4 gehen nur von einem Konto, das auf den eigenen Namen lautet, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, was Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Markt herausnimmt. Welche Marken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache, steht in seinen Bedingungen und ist nicht durch den GlüStV vereinheitlicht. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung erfolgt die Auszahlung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr (§ 6b Abs. 6-7).

Wettsteuer: 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags)

Die Sportwettensteuer ist nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also 5,3 / 105,3 des gezahlten Betrags, rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter, nicht die Wettenden (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, entscheidet er selbst. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt von der Quote ab, andere vom Gewinn, manche gar nicht.

Wer eine Quote 2,10 bei einem Anbieter mit Steuerabzug vom Gewinn sieht, bekommt im Erfolgsfall nicht 110 €, sondern weniger. Wer eine Quote 2,10 bei einem Anbieter sieht, der die Steuer vom Einsatz abzieht, hat einen niedrigeren effektiven Einsatz, also einen höheren prozentualen Gewinnanteil, aber auch einen geringeren absoluten Gewinn bei kleinerem Risiko. Der Effekt ist nicht groß, er beträgt rund fünf Prozent, aber auf Dauer entscheidet er zwischen Anbietern, die auf den ersten Blick gleich aussehen.

Eines ist die Steuer nicht: ein Nachweis für eine Lizenz. Auch ein nicht-lizenzierter Anbieter kann Steuer abführen, die Pflicht besteht unabhängig von der Erlaubnis. Wer mit der Steuer wirbt, ohne auf der Whitelist zu stehen, argumentiert an der eigentlichen Frage vorbei.

Werbung und Boni: was erlaubt ist und was nicht

Werbung für Sportwetten darf nur der Anbieter mit Erlaubnis machen (§ 5 Abs. 7). Eine Werbesperre 06:00-21:00 Uhr gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casino, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Boni sind im GlüStV nicht gedeckelt, ihre Höhe, ihre Umsatzbedingungen, ihre Mindestquoten kommen aus den AGB jedes Anbieters.

Margen, Quoten und der Hausvorteil im Pokal

Die Quote eines Buchmachers ist nie die faire Wahrscheinlichkeit. Sie ist die faire Wahrscheinlichkeit, geteilt durch den Auszahlungsanteil des Marktes. Der Auszahlungsanteil ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Was übrig bleibt, ist die Marge des Anbieters, der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro Einsatz einbehält. Bei einem 1X2-Markt, also Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg, ist die Marge der Anteil, der nicht als Gewinn ausgeschüttet wird. Sie ist im Pokal tendenziell höher als in der Bundesliga, weil das Feld heterogener ist und die Anbieter ihre Unsicherheit über das Underpricing ihrer eigenen Modelle absichern.

Beispielrechnung: 1X2 im Pokal

Ein illustratives 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden, 3,60 für Auswärtssieg zeigt, wie die Marge entsteht. Die Kehrwerte sind 0,4762, 0,2941 und 0,2778, in Summe 1,0481. Der Auszahlungsanteil ist 1 geteilt durch diese Summe, also rund 95,4 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, also rund 4,6 % bis 5,0 %, je nach Rundung der Quoten. Das ist die Spanne, in der sich ein Pokalmarkt bewegt, der nicht zu den Hauptmärkten zählt. Hauptmärkte wie die Bundesliga oder die Champions League kommen näher an 3 % Marge, obskure Pokalrunden können auf 7 % und mehr klettern, wenn das Geld fehlt, um scharfe Quoten zu stellen.

Die Marge ist über die drei Ausgänge nicht gleich verteilt. Der Favorit bekommt tendenziell den größeren Kehrwert, der Außenseiter den kleineren, also ist die Marge auf den Favoriten höher und auf den Außenseiter niedriger. Das ist ein methodischer Bias, der sich in jedem Markt findet, nicht nur im Pokal. Wer auf den Außenseiter setzt, bekommt tendenziell mehr Wert pro Quote, riskiert aber das seltenere Ereignis.

Wie die Quote im K.-o.-System funktioniert

Im Pokal zählt das Ergebnis nach 90 Minuten zuzüglich Nachspielzeit. Steht es unentschieden, folgt Verlängerung, danach Elfmeterschießen. Die meisten 1X2-Märkte werden nach 90 Minuten abgerechnet, das ist die Standardeinstellung, und sie ist im Wettschein ausdrücklich als „90 Minuten“ gekennzeichnet. Wer auf das Weiterkommen wettet, kauft das Ergebnis inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen, das ist die Definition dieses Marktes. Wer auf den Sieger des gesamten Wettbewerbs wettet, kauft den Ausgang nach dem Finale, ohne Zeitfenster, ohne Modus. Diese drei Märkte sind nicht dasselbe, und sie sind in der Quote nicht dasselbe bewertet.

Wer auf das Finale 2026 zurückblickt, sieht diesen Effekt. Der FC Bayern München gewann das Endspiel gegen den VfB Stuttgart mit 3:0, ein Ergebnis, das jede Favoritenquote über 1,30 mit einem klaren Gewinn bediente. Wer auf Stuttgart als Außenseiter gesetzt hatte, sah die Quote nach dem zweiten Gegentor gegen sich laufen. Wer auf den Pokalsieger vor der Saison gesetzt hatte, hatte ein Jahr Wartezeit und am Ende die Quote 1,30 in etwa, je nach Buchmacher. Wer auf das Weiterkommen im Halbfinale gewettet hatte, sah eine knappere Sache.

Livewetten im DFB-Pokal: was erlaubt ist und wie Cashout funktioniert

Livewetten auf das laufende Pokalspiel sind nach § 21 Abs. 4 möglich, aber eingeschränkt. Erlaubt ist die Wette auf das nächste Tor im Fußball, weil Tore seltene Ereignisse sind, und auf das nächste Ereignis in Sportarten mit ähnlich seltenen Vorkommnissen. Nicht erlaubt ist die Wette auf das nächste Foul, den nächsten Einwurf, den nächsten Ballbesitzwechsel, den nächsten Kartentreffer. Wer eine solche Wette bei einem Anbieter sieht, der auf der Whitelist steht, sieht einen Markt, der gegen § 21 Abs. 4 verstößt, und sollte ihn nicht nutzen.

Cashout ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Gesetzes. Ein Buchmacher kann sie anbieten oder nicht, mit den Quoten, die er selbst festlegt, und mit den Einschränkungen, die er in seinen AGB nennt. Wer eine Wette vorzeitig glattstellt, akzeptiert die Cashout-Quote, die typischerweise unter der fairen Quote liegt, weil der Anbieter seinen Spread mitnimmt. Wer eine Wette laufen lässt, behält die ursprüngliche Quote und trägt das Risiko bis zum Schluss.

Bei Pokalspielen hat Cashout zwei praktische Wirkungen. Erstens kann eine Wette auf den Außenseiter nach einem Rückstand gegen cashout gehandelt werden, wenn das Spiel kippt, der Anbieter die Quote nach unten zieht und der Wettende mit einem Teilverkauf den Verlust begrenzt. Zweitens kann eine Wette auf den Favoriten cashout gemacht werden, sobald der Favorit in Führung geht, was den Buchmacher dazu bringt, eine niedrigere Quote anzubieten als die, mit der die Wette platziert wurde. Cashout ist eine Versicherungsfunktion, keine Gratiswette.

Tipps und Strategie: was Pokalquoten wirklich zeigen

Tipps auf Pokalspiele beruhen auf vier Bausteinen, die in der Quote eingepreist sind oder sein sollten. Form, Aufstellung, Heimvorteil, K.-o.-Psychologie. Form ist Liga-Tabellenposition, Verletzungslage, Ergebnisserie. Aufstellung ist die Frage, ob der Trainer im Pokal rotiert, vor allem bei Champions-League-Programm. Heimvorteil ist im Pokal stärker als in der Liga, weil die Zuschauerzahl in der ersten Runde oft unterklassig ist und die Heimmannschaft in ungewohnter Kulisse spielt. K.-o.-Psychologie ist das, was Bundesligisten gegen Drittligisten oft falsch machen: Sie unterschätzen den Außenseiter und spielen nicht mit voller Intensität.

Was die Quote über das Spiel verrät

Eine Quote ist kein Tipp, sie ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage des Buchmachers, verzerrt durch die Marge. Wer die faire Wahrscheinlichkeit schätzt, kann sie mit der Quote vergleichen und sehen, ob der Buchmacher den Ausgang über- oder unterbewertet. Das ist Value-Wetten, der Kern jeder Wettstrategie. Es ist auch der Punkt, an dem die meisten Wettenden scheitern, weil sie ihre eigene Schätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit mit der Quote verwechseln.

Im Pokal ist Value selten und teuer. Die Buchmacher haben Daten, sie haben Modelle, sie haben mehr Personal, um ein Spiel vorzubereiten, als die meisten Freizeitwettenden. Die Margen sind höher, also ist der Spielraum für Value kleiner. Wer trotzdem setzt, sollte den Außenseiter suchen, weil der größere Kehrwert dort tendenziell zu mehr Wert pro Risikoeinheit führt, oder auf den Pokalsieger vor der Saison, weil dort die Quoten am breitesten sind und die Buchmacher das Feld am schlechtesten kennen.

Was am Pokalabend selbst zählt

Der Pokalabend ist der Tag, an dem die meisten Außenseiterquoten sterben. Wer auf einen Drittligisten gegen einen Bundesligisten setzt, sieht die Quote morgens bei 5,50 und abends bei 3,20, wenn die Nachrichten über die Aufstellung durch sind. Wer dann noch setzt, kauft Information, die im Preis schon enthalten ist. Die Auszahlung ist, was sie ist. Wer die Wette morgens platziert hat, hat den besseren Preis bekommen, falls der Außenseiter gewinnt, und das niedrigere Risiko, falls er verliert. Wer abends setzt, hat die schlechtere Quote und das höhere Risiko, falls der Außenseiter verliert, weil die Quote inzwischen gesunken ist.

Vergleich lizenzierter Anbieter: Whitelist-Status und Erlaubnis

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
DAZN Bet Whitelist-Eintrag, Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
Betano Whitelist-Eintrag, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
AdmiralBet Whitelist-Eintrag, Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Wettarena Whitelist-Eintrag, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
ODDSET Whitelist-Eintrag, Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet-at-home Whitelist-Eintrag, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag, Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Bet3000 Whitelist-Eintrag, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026

Alle zehn Anbieter sind im Whitelist-Stand vom 02.10.2026 verzeichnet. Die Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die Eintrittskarte in den deutschen Markt, nicht der Qualitätsausweis. Die Tabelle zeigt, wer überhaupt mitmachen darf; sie zeigt nicht, wer die besseren Quoten stellt, wer den besseren Livewetten-Service hat oder wer im Konkursfall schneller auszahlt. Diese Unterschiede stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedes Anbieters und in der Erfahrung der Wettenden, die dort Konten führen.

DAZN Bet

DAZN Bet verbindet das Sportwettenangebot mit dem Streamingdienst DAZN. Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 22.08.2023, mit Folgeerlaubnissen. Wer ein Konto hat, kann Sport streamen und parallel wetten, was bei Pokalspielen ohne TV-Rechte attraktiv ist. Der Wettbereich ist breit, Livewetten auf das nächste Tor sind Standard. Verifizierung läuft nach § 6a, das 1.000-€-Monatslimit greift. Der Vorteil liegt im Ökosystem, der Nachteil in der fehlenden Unabhängigkeit vom Streaming-Abo.

Betano

Betano gehört zur Kaizen Gaming Gruppe, angeboten als App „Betano Sportwetten und Slots“ im Apple App Store. Die Whitelist führt die Betkick Sportsbetting Limited als Inhaberin, mit Ersterlaubnis vom 19.02.2021 und Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Im App-Store-Eintrag nennt der Anbieter einen Bet Builder, mit dem mehrere Märkte eines Spiels kombiniert werden können, Cashout und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist eine breite Streaming-Abdeckung über den Fußball hinaus, was für Pokalwettende, die auch auf andere Sportarten setzen, einen Mehrwert hat. Livewetten auf das nächste Tor sind Standard. Cashout ist verfügbar, die genauen Bedingungen stehen in den AGB.

AdmiralBet

AdmiralBet ist die Sportwettenmarke der Greentube Betting Malta Limited, einer Tochter der Novomatic-Gruppe. Die Ersterlaubnis stammt vom 09.10.2020, es gibt Folgeerlaubnisse vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Der Anbieter ist in der stationären Spielbanken-Welt verwurzelt, was sich im Markenauftritt zeigt. Das Wettprogramm ist breit, Livewetten auf das nächste Tor im Fußball sind Standard. Die Verifizierung läuft nach § 6a, das 1.000-€-Limit gilt. Für Pokalwettende, die einen Anbieter mit stationärem Hintergrund suchen, ist das die naheliegende Wahl.

Wettarena

Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, angeboten. Die Whitelist führt dieselbe Holding, mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Im Wettprogramm finden sich Fußball, Tennis, Basketball und andere Sportarten. Cashout ist verfügbar, genaue Bedingungen in den AGB. Die Marke ist kleiner als die etablierten Namen, was sich in gelegentlich engeren Quoten auswirken kann, aber auch in einem überschaubareren Wettangebot in den unteren Pokalrunden.

Sportwetten.de

Sportwetten.de ist ein Anbieter mit deutscher Wortmarke, gehalten von der NetX Betting Limited, 170 Pater House, Level 1, Psaila Street, Birkirkara, Malta. Ersterlaubnis vom 19.11.2020, Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Der Name klingt nach Vergleichsportal, ist aber ein Wettanbieter mit eigener Lizenz. Im Wettprogramm ist Fußball breit vertreten, Pokalspiele sind Standard. Livewetten auf das nächste Tor sind verfügbar, Cashout nach AGB. Die Marke wirbt mit deutschem Auftritt, was die Hemmschwelle für Einsteiger niedriger machen kann.

ODDSET

ODDSET ist die Sportwettenmarke des Lotto-Toto-Konzerns, gehalten von der ODDSET Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 erteilt, die Aufsicht führt die GGL. Ersterlaubnis vom 18.11.2020. ODDSET ist im stationären Vertrieb in Lotto-Annahmestellen präsent, was die Marke vor allem in Regionen sichtbar macht, in denen Online-Wetten weniger verbreitet sind. Das Wettprogramm ist solide, Pokalspiele sind Standard. Für Wettende, die den klassischen Annahmestellen-Weg kennen, ist das die Brücke zum Online-Konto.

bet-at-home

bet-at-home wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Ersterlaubnis vom 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022, zusätzlich Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022. Die Marke ist europäisch etabliert, in Österreich und anderen Märkten stärker als in Deutschland. Das Wettprogramm ist breit, Pokalspiele sind Standard. Livewetten und Cashout sind verfügbar, Bedingungen in den AGB. Der Anbieter ist eine Wahl für Wettende, die einen europäischen Markenstandard gewohnt sind.

Sportingbet

Sportingbet wird in Deutschland von der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt, Whitelist-Eintrag mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Im Wettangebot findet sich ein „Konfigurator+“, mit dem Kombiwetten aus einzelnen Märkten zusammengestellt werden können, sowie Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Sportartenauswahl geht über den Fußball hinaus, was für Pokalwettende interessant ist, die auch auf Handball oder Basketball setzen. Cashout ist verfügbar, genaue Bedingungen in den AGB.

Interwetten

Interwetten ist ein österreichisch-maltesischer Anbieter, gehalten von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Ersterlaubnis vom 02.11.2020, Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Interwetten ist einer der älteren Online-Buchmacher im europäischen Markt, in Österreich mit einer starken Marke. Das Wettprogramm ist breit, Pokalspiele sind Standard. Livewetten auf das nächste Tor sind verfügbar, Cashout nach AGB. Für Wettende, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen, ist das die naheliegende Wahl.

Bet3000

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, derselben Holding wie Wettarena. Die Ersterlaubnis datiert auf den 22.04.2026, also vergleichsweise jung. Der Anbieter ist im deutschen Markt stationär verwurzelt, mit Wettshops, die vor allem in Süddeutschland präsent sind. Das Wettprogramm ist breit, Pokalspiele sind Standard. Die junge Online-Erlaubnis bedeutet, dass die Wettfunktion noch nicht so lang am Markt ist wie bei den etablierten Namen, was sich in einzelnen Märkten in der Quotenqualität niederschlagen kann.

Anbieter außerhalb der Whitelist: die nicht-lizenzierte Konkurrenz

Die zehn Anbieter oben sind nicht die einzigen Buchmacher mit DFB-Pokal-Wetten im Programm. Es gibt weitere Marken, die in Deutschland Pokalquoten anbieten, aber nicht auf der Whitelist stehen, mit Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan. Diese Lizenzen sind in Deutschland ohne rechtliche Bedeutung, weil die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV eine deutsche Erlaubnis verlangt. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg, keinen Zugang zu OASIS, kein LUGAS-Limit, keine Auszahlungsgarantie nach § 6b. Die Marge auf den Quoten kann niedriger sein, weil der Anbieter sich nicht an die deutschen Werbebeschränkungen hält, das ist ein reales Argument, aber es wiegt die fehlende Aufsicht nicht auf.

Die GGL geht aktiv gegen illegale Angebote vor. Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden, Netzwerkblockaden (§ 9 GlüStV) sind die Werkzeuge. Wer in Deutschland wettet, sollte prüfen, ob sein Anbieter auf der Whitelist steht. Die Liste ist öffentlich, die Prüfung dauert zwei Minuten, die Folgen einer Fehlentscheidung trägt der Wettende allein.

Spezialfall Tipwin

Tipwin ist nicht im Whitelist-Set der Sportwettenanbieter für Endkunden, die hier gerankt werden, taucht aber als Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes (DBB) im Markt auf. Die Partnerschaft ist bis 31.12.2026 verlängert. Das zeigt, dass auch Anbieter, die nicht im breiten Endkunden-Wettprogramm auftauchen, in Sportverbänden präsent sein können. Für Pokalwettende ändert das nichts, weil Tipwin keine DFB-Pokal-Wetten-Endkundenlizenz im Whitelist-Snapshot hat; wer dort ein Konto führt, sollte prüfen, ob die genutzte Domain auf der Whitelist steht, nicht ob die Marke im Sportmarketing sichtbar ist.

Spezialfall Winamax

Winamax ist ein Anbieter, der in Deutschland mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ wirbt, gestützt auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen zwischen dem 01.04.2025 und 30.08.2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Winamax TV bietet Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von allen Grand-Slam-Turnieren, ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL. Das ist ein starkes Streaming-Argument, das über den deutschen Markt hinausreicht. Die Frage, ob Winamax auf der GGL-Whitelist steht, ist im Whitelist-Snapshot vom 02.10.2026 zu prüfen; die Marke ist im deutschen Markt aktiv, die genaue Whitelist-Position ist nicht im research-Snapshot verzeichnet.

Wie eine Wette auf das Pokalfinale technisch funktioniert

Wer auf das Pokalfinale setzt, wählt zwischen drei Markttypen. Der 1X2-Markt auf das Spiel wettet auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Steht es unentschieden, ist die Wette verloren, auch wenn das Team in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen gewinnt. Der „ Weiterkommen“-Markt wettet auf das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen, das ist die Definition dieses Marktes. Der „Pokalsieger“-Markt wettet auf den Sieger des gesamten Wettbewerbs, platzierbar vor dem Turnier, vor dem Finale, in der Halbzeitpause des Finales, je nach Anbieter und Markt.

Die Quoten dieser drei Märkte sind nicht vergleichbar, weil sie unterschiedliche Ereignisse bewerten. Eine 2,10 auf Heimsieg im Finale nach 90 Minuten ist nicht dasselbe wie eine 1,80 auf den Heimsieg im Wettbewerb. Wer die Quoten vergleicht, muss die Marktdefinition mitnehmen.

Beispiel: Favoritenquote im Finale

Das Finale 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart. Wer vor dem Anpfiff auf Bayern gesetzt hatte, bekam eine Quote, die im Bereich 1,30 bis 1,50 lag, je nach Anbieter und Zeitpunkt der Platzierung. Wer auf Stuttgart als Außenseiter gesetzt hatte, bekam eine Quote im Bereich 6,00 bis 9,00. Wer auf den Pokalsieger vor der Saison auf Bayern gesetzt hatte, bekam eine Quote im Bereich 1,50 bis 2,00, abhängig von der K.-o.-Auslosung. Die Spanne zwischen den Anbietern ist real, sie beträgt auf Hauptmärkten 0,05 bis 0,10, auf Nebenmärkten mehr.

Häufige Fragen

Wie wird das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen abgerechnet?

Der 1X2-Markt auf das einzelne Pokalspiel wird nach 90 Minuten plus Nachspielzeit abgerechnet. Steht es unentschieden, ist die Wette auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg verloren. Der „Weiterkommen“-Markt wettet auf den Sieger nach Verlängerung und Elfmeterschießen, das ist die Definition dieses Marktes. Wer auf das Weiterkommen setzt, akzeptiert die volle Spielzeit inklusive Verlängerung. Der „Pokalsieger“-Markt zählt das Finalergebnis, einschließlich Verlängerung und Elfmeterschießen, wenn nötig. Die Abrechnung hängt vom Markt ab, nicht vom Spielverlauf.

Wo kann in Deutschland live auf das Pokalfinale gewettet werden, und was ist erlaubt?

Livewetten auf das laufende Pokalspiel sind bei allen lizenzierten Anbietern möglich, die in der Whitelist stehen. Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, weil das seltene Ereignisse sind. Nicht erlaubt sind Wetten auf das nächste Foul, den nächsten Einwurf, den nächsten Kartentreffer. Cashout ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Gesetzes, und steht nur zur Verfügung, wenn der Anbieter sie anbietet. Die Quote beim Cashout ist die des Anbieters, nicht die ursprüngliche Wettquote, und sie liegt typischerweise darunter.

Wie unterscheiden sich Quoten auf den Pokalsieger von Quoten auf ein einzelnes Spiel?

Quoten auf den Pokalsieger werden vor dem Turnier oder vor dem Finale platziert, sie umfassen das gesamte Turnier und damit mehrere K.-o.-Runden. Quoten auf ein einzelnes Spiel wetten auf das Ergebnis eines Spiels, nach 90 Minuten oder auf das Weiterkommen. Die Quoten auf den Pokalsieger sind tendenziell enger, weil der Favorit im Turnierverlauf mehrere Spiele gewinnen muss und das Risiko kumuliert. Die Quoten auf das Einzelspiel sind volatiler, weil die Auswahl der möglichen Sieger kleiner ist. Beide Märkte haben eigene Margen, ein direkter Vergleich ist nur bei identischer Marktdefinition sinnvoll.

Was sagt das Finale 2026 über die Aussagekraft von Favoritenquoten?

Der FC Bayern München gewann das Finale 2026 gegen den VfB Stuttgart mit 3:0. Wer vor dem Anpfiff auf Bayern gesetzt hatte, traf eine Wette, die die Buchmacher als etwa 70 % wahrscheinlich eingestuft hatten. Der Ausgang bestätigte die Quote in diesem Fall, aber eine Quote, die in 70 % der Fälle eintrifft, trifft in 30 % der Fälle nicht ein. Wer aus dem Ergebnis 2026 schließt, dass Favoritenquoten im Pokal immer halten, überträgt eine Stichprobe auf die Grundgesamtheit. Im Pokal sind Außenseitersiege häufiger als in der Liga, das ist die Eigenheit des Wettbewerbs.

Woran erkennt man einen in Deutschland lizenzierten Wettanbieter für den DFB-Pokal?

An der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV das einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter, sie wird online veröffentlicht und ist ohne Anmeldung einsehbar. Eine .de-Domain reicht nicht, eine Malta-Lizenz reicht nicht, ein Impressum in Deutschland reicht nicht. Wer auf der Whitelist steht, hat die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, jede Domain dort ist die Domain, auf der gewettet werden darf, nicht eine Konzernschwester.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf die Quote bei Pokalwetten aus?

Die Steuer ist 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, rund 5,03 % des gezahlten Betrags, geschuldet vom Veranstalter. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, entscheidet er selbst. Manche Anbieter ziehen sie von der Quote ab, manche vom Gewinn, manche gar nicht. Auf den ersten Blick ist der Effekt gering, etwa fünf Prozent, aber auf Dauer entscheidet er, welcher Anbieter bei gleicher Quote den besseren Nettogewinn liefert. Die Steuer ist kein Nachweis für eine Lizenz, sie wird auch von nicht-lizenzierten Anbietern abgeführt.

Inhalt erstellt vom Team «quotenvergleichhub.com»